Klarna: Urteil verschoben auf Juni 2026
BMO Capital bewertet Klarna mit 'Market Perform' und einem Kursziel von 16 Dollar. Die Aktie notiert weit unter dem IPO-Preis, während ein milliardenschwerer Kartellprozess verschoben wurde.

- Neues Analystenrating mit vorsichtigem Kursziel
- Aktie notiert deutlich unter Ausgabepreis
- Milliardenprozess gegen Google verzögert sich
- Kapitalfreisetzung durch Risikotransaktion
68 Prozent unter dem IPO-Preis — und trotzdem sieht BMO Capital Markets Klarna als langfristigen Gewinner. Die US-Investmentbank hat die Aktie des schwedischen Fintechs mit einem „Market Perform“-Rating und einem Kursziel von 16 Dollar gestartet.
Vorsichtiger Optimismus nach dem Kursabsturz
Klarna ging im September 2025 zu 40 Dollar je Aktie an der New Yorker Börse an den Start. Seitdem hat die Aktie massiv verloren. Aktuell notiert sie bei rund 15 Dollar — nahe dem 52-Wochen-Tief von 12,06 Dollar, aber weit entfernt vom Ausgabepreis.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Klarna?
BMO Capital sieht das Unternehmen als „strukturellen Marktanteilsgewinner auf lange Sicht“. Als Argumente nennen die Analysten die globale Markenbekanntheit und die differenzierte Kreditprüfung. Das Kursziel von 16 Dollar impliziert nur ein begrenztes Aufwärtspotenzial. Allerdings wollen die Analysten erst Belege sehen, dass Klarna mit längerlaufenden Kreditprodukten mehr Ertrag herausholen kann — ohne dabei die Risikosteuerung zu lockern.
Milliardenprozess vertagt
Ein wichtiger Rechtsstreit verzögert sich. Das schwedische Patent- und Marktgericht hat das Urteil im Kartellverfahren von PriceRunner gegen Google verschoben. Ursprünglich für April 2026 erwartet, fällt die Entscheidung nun im Juni 2026.
PriceRunner ist eine Klarna-Tochter. Sie fordert rund 8,3 Milliarden Dollar Schadensersatz. Der Vorwurf: Google habe Suchergebnisse manipuliert, um den eigenen Preisvergleichsdienst zu bevorzugen. Für Klarna-Aktionäre bedeutet die Verschiebung zwei weitere Monate Ungewissheit über einen Ausgang, der die Bilanz erheblich beeinflussen könnte.
KI-Fokus und Kapitaloptimierung
Klarna hat zuletzt eine milliardenschwere Transaktion zur Risikoübertragung abgeschlossen. Das sogenannte Significant Risk Transfer (SRT)-Geschäft über 1,7 Milliarden Dollar läuft über ein Konsortium unter Führung von Värde Partners. Es deckt Euro-denominierte Kredite ab und soll Kapital für weiteres Wachstum freisetzen. CFO Niclas Neglén bezeichnete es als das bisher größte und effizienteste SRT-Geschäft des Unternehmens.
Die Kapitalmaßnahme passt zur strategischen Neuausrichtung auf ein „KI-first“-Modell. Das Management berichtet, dass KI-gestützte Tools die Betriebskosten spürbar gesenkt haben.
Mit einer Marktkapitalisierung von rund 5,6 Milliarden Dollar und über 118 Millionen aktiven Nutzern weltweit betreibt Klarna ein Händlernetzwerk von mehr als einer Million Partnern. Das Urteil im PriceRunner-Verfahren im Juni dürfte zum nächsten größeren Kurstreiber werden — in beide Richtungen.
Klarna-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Klarna-Analyse vom 22. April liefert die Antwort:
Die neusten Klarna-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Klarna-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Klarna: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




