Klöckner Aktie: Kartellamt prüft Worthington-Übernahme
Das Bundeskartellamt untersucht offiziell den Einstieg von Worthington Steel bei Klöckner. Der US-Konzern hält bereits knapp 62 Prozent der Anteile.

- Kartellamt startet offizielle Prüfung
- Worthington hält knapp 62 Prozent
- Beherrschungsvertrag und Squeeze-out geplant
- Aktie notiert über dem Barangebot
Worthington Steel rückt dem Ziel näher. Das Bundeskartellamt prüft nun offiziell den Einstieg des US-Konzerns beim Düsseldorfer Stahlhändler. Damit markiert die Behörde einen der letzten großen Meilensteine vor dem Abschluss der Transaktion.
Kartellamt prüft Marktfolgen
Das Verfahren läuft unter dem Aktenzeichen B5-54/26. Die Untersuchung konzentriert sich auf verschiedene Produktmärkte im Stahlbereich. Konkret geht es um den Vertrieb von Flach- und Langstahl sowie Edelstahl und Aluminium. Worthington plant den Abschluss der Übernahme für die zweite Jahreshälfte 2026.
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Der US-Konzern sicherte sich bereits eine deutliche Mehrheit. Nach Ende der Annahmefrist hält Worthington rund 61,87 Prozent der Anteile. Damit liegt der Bieter über der Mindestschwelle von 57,5 Prozent. Den Aktionären bietet der Konzern 11,00 Euro je Aktie in bar an.
Beherrschungsvertrag und Squeeze-out
Der neue Mehrheitseigner plant bereits die nächsten Schritte. Ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag soll folgen. Die notwendige Mehrheit auf der Hauptversammlung gilt als sicher. Der neue Großaktionär prüft ferner strukturelle Folgemaßnahmen wie ein Delisting oder einen Squeeze-out.
Eine stabile operative Entwicklung begleitet den Prozess. Das bereinigte EBITDA stieg im ersten Quartal auf 46 Millionen Euro. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 42 Millionen Euro. Der Umsatz sank indes auf 1,6 Milliarden Euro. Bereinigt um verkaufte US-Standorte stieg er jedoch um 2,1 Prozent.
Kurs über dem Angebot
An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 12,42 Euro. Der Kurs liegt damit deutlich über dem Barangebot von 11,00 Euro. Seit Jahresanfang gewann das Papier über 50 Prozent an Wert. Der Kurs notiert außerdem weit über der 200-Tage-Linie von 8,74 Euro.
Marktbeobachter werten die aktuelle Bewertung als Spekulation auf höhere Ausgleichszahlungen. Für das zweite Quartal rechnet der Vorstand mit einem EBITDA zwischen 40 und 80 Millionen Euro. Das Management blickt damit optimistisch auf die kommenden Monate. Am 25. Mai 2026 schüttet das Unternehmen eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie aus.
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