Klöckner: Aktie nach Quartalszahlen im Aufwind

Der Stahlhändler Klöckner & Co. präsentierte heute seine Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres und konnte damit das beste Ergebnis seit mehr als fünf Jahren vorweisen.

© Klöckner & Co.
© Klöckner & Co.

Gründe dafür gibt es einige. Während die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen des Konzerns positive Effekte lieferten, trug auch die Erholung der Stahlpreise einen Anteil dazu bei. Zugleich setzt sich die Umsetzung der weiteren Digitalisierung des Unternehmens positiv fort. So konnte Klöckner bereits rund 10% des Konzernumsatzes über digitale Kanäle erzielen.

Klöckner präsentiert starken Gewinnanstieg

Insgesamt kam der Konzern mit seinem Quartalsergebnis wieder in die schwarzen Zahlen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erreichte 72 Mio. Euro nach einem Verlust von 17 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Vorfeld befragte Analysten rechneten mit knapp 70 Mio. Euro.

Im dritten Quartal erwartet Vorstandschef Gisbert Rühl einen operativen Gewinn von 65 bis 75 Mio. Euro. Zugleich bestätigte er die Ziele für das Gesamtjahr, wonach der operative Gewinn deutlich gesteigert werden und ein positives Konzernergebnis erreicht werden soll.

Mit Blick auf die zuletzt wieder gestiegenen Stahlpreise bleibt Klöckner jedoch vorsichtig. Trotz dieser Erholung wären im Markt immer noch Überkapazitäten vorhanden, welche zu einem erneuten Preisrückgang führen könnten. Für Europa rechnet das Unternehmen mit einer um 3% anziehenden Nachfrage, während man für die USA mit einem Rückgang von 3% rechnet.

Fokus liegt auf neuem Programm

Zugleich konzentriert man sich im Unternehmen auf das neue Programm „One Europe“. Im Zuge dessen sollen die Aktivitäten der Landesgesellschaften in Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und Spanien noch stärker gebündelt werden. Hierdurch will Klöckner Kosten einsparen und zugleich eine schnellere und effizientere Umsetzung der digitalen Transformation erreichen. Ziel ist es, in den kommenden drei Jahren einen inkrementellen EBITDA-Beitrag von rund 30 Mio. Euro zu erbringen.

Aktie zieht an

Der Markt nahm das Zahlenwerk mit Begeisterung auf und schickte die Papiere des Stahlhändlers gen Norden. So konnte die Aktie bisher um ganze 5,26% deutlich zulegen und erreichte mit 12,80 Euro ein neues Jahreshoch.

Daran änderte auch die Einstufung der Analysten der Privatbank Berenberg nichts, welche ihre Verkaufsempfehlung mit einem Kursziel von 9 Euro bestätigten.

160804 Klöckner

%d Bloggern gefällt das: