Klöckner Aktie: OHB SE ersetzt im SDAX
Klöckner & Co vollzieht den Rückzug vom Kapitalmarkt: Nach dem SDAX-Ausschluss melden JPMorgan und UBS neue Beteiligungen am Stahlhändler.

- Delisting vom regulierten Markt abgeschlossen
- SDAX-Ausstieg: OHB SE rückt nach
- JPMorgan meldet 3,22 Prozent Stimmrechte
- Worthington Steel zahlt 11 Euro je Aktie
Der Duisburger Stahlhändler Klöckner & Co hat seinen Rückzug von der Frankfurter Wertpapierbörse weitgehend abgeschlossen. Nach der erfolgreichen Übernahme durch den US-Konzern Worthington Steel folgte auf das offizielle Delisting nun auch der Ausschluss aus dem SDAX. Während das Unternehmen die verbleibenden Notierungen im Freiverkehr beenden möchte, positionieren sich internationale Großbanken neu.
Ausschluss aus dem SDAX und Ende des Prime Standard
Mit Ablauf des 12. August wurde das Delisting der Aktien vom regulierten Markt (Prime Standard) wirksam. Dieser Schritt markiert das Ende der Zugehörigkeit zum streng regulierten Segment der Deutschen Börse. In der Folge verlor das Papier auch seinen Platz im Auswahlindex SDAX. Die Entscheidung von STOXX Ltd. wurde am 13. August umgesetzt. Als Nachfolger für Klöckner & Co wurde das Raumfahrtunternehmen OHB SE in den Index aufgenommen.
Über den regulierten Handel hinaus strebt die Unternehmensleitung eine kurzfristige Einstellung der verbleibenden Notierungen an. Davon betroffen sind die Handelsplätze im Freiverkehr, unter anderem Tradegate sowie die Regionalbörsen in München und Stuttgart. Damit bereitet das Unternehmen den vollständigen Rückzug aus dem öffentlichen Handel vor, nachdem die Mehrheitsverhältnisse durch den Erwerber Worthington Steel geklärt wurden.
JPMorgan und UBS melden signifikante Beteiligungen
Trotz des schwindenden Börsenfokus verzeichneten Großinvestoren zuletzt deutliche Bewegungen in ihren Beständen. Am 18. August veröffentlichte JPMorgan Chase & Co. eine Stimmrechtsmitteilung. Demnach hält das US-Finanzinstitut einen Gesamtbestand von 3,22 % an der Klöckner & Co SE. Dieser Schwellenwert wurde am 12. August berührt, dem Tag des offiziellen Wirksamwerdens des Delistings.
Die Position von JPMorgan setzt sich aus 3,15 % zugerechneten Stimmrechten und einem Anteil von 0,07 % über Finanzinstrumente zusammen. Auch die Schweizer Großbank UBS Group AG ist weiterhin engagiert. Medienberichten zufolge meldete das Institut im Kontext des Börsenrückzugs eine Beteiligung in Höhe von 5,43 %. Diese Bewegungen unterstreichen das anhaltende Interesse institutioneller Akteure während der finalen Phase der Übernahme.
Übernahmeangebot und finanzielle Rahmenbedingungen
Den Kern der Entwicklung bildet das öffentliche Delisting-Erwerbsangebot von Worthington Steel. Das US-Unternehmen finalisierte den Erwerb am 11. August zu einem Preis von 11,00 EUR je Aktie.
Dieser Festpreis gab auch die Richtung für die jüngsten Analystenbewertungen vor. Bastian Synagowitz von Deutsche Bank Research bestätigte am 12. August die Einstufung auf „Hold“ mit einem Kursziel von 11,00 EUR, was exakt dem Angebot der Käuferseite entsprach.
Bereits im Vorfeld der finalen Abwicklung hatten andere Häuser die Lage kritischer beurteilt. Die Analysten der DZ Bank stuften die Aktie am 03. Juli auf „Verkaufen“ ein und nannten ebenfalls einen fairen Wert von 11,00 EUR. Damit reagierte der Markt auf die festgelegten Konditionen der Übernahme, die kaum Spielraum für Kurssteigerungen über das Gebot hinaus ließen.
Flankiert wurde der Börsenabschied von der Vorlage der Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2026 vor gut drei Wochen. Das operative EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten stieg auf 63 Millionen Euro. Das Konzernergebnis war jedoch durch eine signifikante Wertberichtigung im Zusammenhang mit der Becker-Gruppe belastet worden. Seit der Veröffentlichung dieser Daten gab der Aktienkurs um 1,1 % nach.
Klöckner-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Klöckner-Analyse vom 25. August liefert die Antwort:
Die neusten Klöckner-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Klöckner-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Klöckner: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




