Klöckner & Co Aktie: Übernahme auf der Zielgeraden

Worthington Steel reduziert die Mindestannahme für sein Barangebot auf 57,5 Prozent und verlängert die Frist. Die Übernahme von Klöckner & Co steht damit kurz vor dem Abschluss.

Die Kernpunkte:
  • Mindestannahmeschwelle von 65 auf 57,5 Prozent gesenkt
  • Annahmefrist bis zum 26. März 2026 verlängert
  • Barangebot liegt bei 11,00 Euro je Aktie
  • Delisting von der Frankfurter Börse wird geprüft

Worthington Steel senkt die Messlatte – und die Übernahme von Klöckner & Co rückt damit auf wenige Zehntelprozentpunkte an die Ziellinie heran. Heute hat der US-Konzern die Mindestannahmeschwelle seines Barangebots von 65 auf 57,5 Prozent reduziert und die Annahmefrist bis zum 26. März 2026 verlängert.

Der Grund ist klar: Zum 9. März hatte Worthington Steel rund 56,9 Prozent des Klöckner-Grundkapitals gesichert – knapp unterhalb der ursprünglichen Hürde. Großaktionär Swoctem hatte sein komplettes Paket von 41,53 Prozent bereits eingeliefert, doch aus dem Streubesitz kamen bislang nur gut elf Prozent hinzu. Zu wenig für die 65-Prozent-Schwelle.

Minimale Lücke, maximaler Druck

Mit der angepassten Schwelle fehlen Worthington rechnerisch nur noch rund 0,6 Prozentpunkte. Das Unternehmen braucht also eine vergleichsweise geringe zusätzliche Beteiligung aus dem Streubesitz, um die Mindestbedingung zu erfüllen.

Das Barangebot liegt bei 11,00 Euro je Aktie – einer Prämie von rund 98 Prozent auf den volumengewichteten Drei-Monats-Durchschnittskurs vom 5. Dezember 2025. Vorstand und Aufsichtsrat von Klöckner hatten das Angebot nach Prüfung durch Goldman Sachs und Deutsche Bank als fair und angemessen bewertet und zur Annahme empfohlen.

Die Klöckner-Aktie notiert heute bei 11,62 Euro – damit leicht über dem Angebotspreis, was auf Erwartungen einer erfolgreichen Übernahme hindeutet. Seit Jahresbeginn hat der Titel rund 42 Prozent zugelegt.

Nächste Schritte: Regulierung und mögliches Delisting

Erreicht Worthington die neue Schwelle bis zum 26. März, folgen kartellrechtliche Prüfungen sowie eine Untersuchung möglicher ausländischer Subventionen. Den Abschluss der Transaktion plant Worthington für das zweite Halbjahr 2026.

Je nach erreichter Annahmequote sind unterschiedliche Szenarien vorgesehen: Unter 90 Prozent Beteiligung soll ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag folgen, ab 90 Prozent ein Squeeze-out. Parallel prüft Worthington ein Delisting von der Frankfurter Wertpapierbörse. Für Standorte und Beschäftigte hat der US-Konzern Zusagen gemacht: Der europäische Firmensitz bleibt in Düsseldorf, Schließungen und Entlassungen sind nicht vorgesehen.

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