Klöckner & Co Aktie: Übernahme entschieden

Die Übernahme von Klöckner & Co durch Worthington Steel ist entschieden. Das Unternehmen zeigt sich operativ erholt und erwartet für 2026 ein deutlich höheres EBITDA.

Die Kernpunkte:
  • Übernahmeangebot erreicht fast 57 Prozent Schwelle
  • Operative Erholung mit schrumpfendem Verlust
  • Fokus auf margenstarke Verarbeitungsprodukte
  • Aktienkurs hat sich seit Tief mehr als verdoppelt

Heute läuft die Annahmefrist für das Übernahmeangebot von Worthington Steel ab — und die Weichen sind längst gestellt. Nachdem der US-Stahlkonzern die Mindestannahmeschwelle von 65 auf 57,5 Prozent gesenkt hatte, fehlten zum Stichtag 9. März nur noch wenige Zehntel Prozentpunkte: Worthington hielt bereits 56,9 Prozent des Grundkapitals.

Der Angebotspreis entspricht einer Prämie von 98 Prozent auf den volumengewichteten Drei-Monats-Durchschnittskurs vom 5. Dezember 2025 — ein Angebot, das Klöckners Vorstand und Aufsichtsrat in einer ergänzenden Stellungnahme begleitet haben. JPMorgan hat seine Beteiligung zuletzt von 5,57 auf 4,80 Prozent reduziert und damit die Fünf-Prozent-Meldeschwelle unterschritten, während weitere institutionelle Investoren ihre Positionen neu ordnen.

Operative Erholung kurz vor dem Zieleinlauf

Das Unternehmen, das Worthington Steel übernehmen will, präsentiert sich in deutlich besserem Zustand als noch vor einem Jahr. Der Nettoverlust schrumpfte 2025 auf 53 Millionen Euro — nach 176 Millionen Euro im Vorjahr. Das bereinigte EBITDA stieg um ein Viertel auf 171 Millionen Euro, lag damit jedoch am unteren Ende der eigenen Prognose. Der Umsatz ging wegen gesunkener Stahlpreise und Währungseffekten um drei Prozent auf 6,4 Milliarden Euro zurück, während der operative Cashflow mit 110 Millionen Euro zum vierten Mal in Folge positiv ausfiel.

Parallel hat Klöckner das Portfolio konsequent verschlankt: Verkauf der brasilianischen Tochter, Abgabe von acht US-Distributionsstandorten. Die frei gewordenen Mittel fließen in drei Großprojekte in Nordamerika, darunter ein Aluminium-Flachwalzwerk in Columbus, Mississippi, das 2027 in Betrieb gehen soll, sowie eine Laserblanklinie in Mexiko, die bereits im zweiten Quartal 2026 anlaufen soll. Rund 44 Prozent des Umsatzes entfallen bereits auf margenstarke Verarbeitungsprodukte — der Bereich, der laut CEO Guido Kerkhoff den Großteil des EBITDA erwirtschaftet.

Ausblick: Stabiles Absatzvolumen, deutlich höheres EBITDA erwartet

Für 2026 prognostiziert das Management trotz der veräußerten US-Standorte ein konstantes Absatzvolumen und ein deutlich steigendes bereinigtes EBITDA. Das erste Quartal wird mit einer breiten Spanne von 20 bis 60 Millionen Euro angesteuert — ein Hinweis auf die laufende Übergangsphase. Die Dividende bleibt unverändert bei 0,20 Euro je Aktie.

Nach einem Vollzug der Übernahme soll Klöckner seinen Düsseldorfer Hauptsitz behalten, unter dem bestehenden Vorstand eigenständig weiteroperieren und ohne Entlassungen oder Standortschließungen fortgeführt werden. Die Aktie hat sich seit ihrem 52-Wochen-Tief von 5,17 Euro im November mehr als verdoppelt und notiert mit 11,80 Euro knapp unterhalb des jüngsten Rekordstands.

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