Klöckner & Co Aktie: Worthington greift durch!
Der US-Konzern Worthington Steel hält nun über 61 Prozent der Klöckner-Aktien und kündigt einen Beherrschungsvertrag an. Die operative Integration ist für 2026 geplant.

- US-Konzern erreicht Mehrheit von 61,87 Prozent
- Beherrschungsvertrag als nächster strategischer Schritt
- Aktienkurs notiert über dem Übernahmepreis
- Operative Zusammenführung für 2026 vorgesehen
Klöckner & Co gehört nun mehrheitlich einem US-Konzern. Nach dem Ende der zweiten Annahmefrist hat Worthington Steel seinen Anteil am Duisburger Stahlhändler auf knapp 62 Prozent ausgebaut — und macht damit Ernst mit der vollständigen Übernahme.
Annahmequote übertrifft Mindestschwelle
Rund 61,7 Millionen Aktien wurden insgesamt in das Angebot eingebracht oder befinden sich bereits im Besitz von Worthington Steel. Das entspricht 61,87 Prozent des Grundkapitals — klar über der ursprünglich festgelegten Mindestannahmeschwelle von 57,5 Prozent. Der Übernahmepreis lag bei 11,00 Euro je Aktie in bar.
Die Aktie notiert aktuell bei 12,58 Euro und damit deutlich über dem Angebotspreis — ein Zeichen, dass der Markt auf weitere Schritte spekuliert. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 54 Prozent zugelegt.
Beherrschungsvertrag als nächste Stufe
Mit gesicherter Mehrheit rückt der nächste Schritt ins Bild: Worthington Steel hat angekündigt, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Klöckner abzuschließen. Das gibt dem US-Konzern direkten Zugriff auf die Geschäftsführung und die Cashflows des Unternehmens.
Die operative Zusammenführung beider Unternehmen ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Klöckner soll innerhalb der neuen Konzernstruktur als Service-Center- und Metallverarbeitungsunternehmen positioniert werden — mit Fokus auf höherwertigen Produkten und CO2-reduzierten Lösungen unter der Marke Nexigen. CEO Guido Kerkhoff wertete die Annahmequote als klares Bekenntnis der Aktionäre zum Zusammenschluss.
Closing und offene Fragen
Der formelle Abschluss der Transaktion hängt noch von behördlichen Freigaben ab. Das Closing ist ebenfalls für das zweite Halbjahr 2026 vorgesehen. Bis dahin bleibt die Frage, welche Abfindung Minderheitsaktionäre im Rahmen des Beherrschungsvertrags erhalten — ein Punkt, der erfahrungsgemäß erheblichen Einfluss auf den Kurs haben kann. Dass die Aktie über dem Angebotspreis von 11,00 Euro handelt, zeigt: Der Markt rechnet mit einem Nachschlag.
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