KNDS Aktie: 13,5 Milliarden Auftragseingang 2025
KNDS meldet Rekordaufträge von 13,5 Milliarden Euro und einen Auftragsbestand von 33,1 Milliarden Euro. Die Vorbereitungen für den Börsengang in Frankfurt und Paris laufen planmäßig.

- Auftragseingang erreicht 13,5 Milliarden Euro
- Auftragsbestand steigt auf Rekordniveau
- Leopard 2A8 mit Trophy-System ausgeliefert
- IPO-Vorbereitungen in Frankfurt und Paris
Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS hat 2025 die wichtigsten Finanzkennzahlen seiner Geschichte aufgestellt. Treiber ist die stark gestiegene Verteidigungsbereitschaft der NATO-Staaten — und ein Ende des Nachfragebooms ist nicht in Sicht.
Auftragseingang überflügelt den Umsatz
Der Auftragseingang erreichte 2025 ein Volumen von 13,5 Milliarden Euro. Das ist mehr als dreimal so viel wie der erzielte Jahresumsatz von 4,4 Milliarden Euro. Der gesamte Auftragsbestand kletterte dadurch auf 33,1 Milliarden Euro — ein historischer Höchststand.
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Das bedeutet: KNDS hat Arbeit für viele Jahre vor sich. Die Herausforderung liegt nun weniger in der Auftragsakquise als in der Produktionskapazität. Das Unternehmen baut seine Fertigungskapazitäten schrittweise aus, um die Liefertermine für Großprojekte einzuhalten.
Leopard 2A8 mit aktivem Schutz nach Norwegen
Ein konkretes Beispiel für die operative Umsetzung: KNDS lieferte kürzlich die ersten zwei Leopard 2A8-Kampfpanzer an Norwegen aus. Die Fahrzeuge sind serienmäßig mit dem aktiven Schutzsystem Trophy ausgestattet — entwickelt im Gemeinschaftsunternehmen EuroTrophy zusammen mit Rafael und General Dynamics.
Das System soll zum NATO-Standard werden. Geplant ist die Integration in rund 200 Panzer für Deutschland und Norwegen sowie weitere 200 Einheiten für die Niederlande, Tschechien, Litauen und Kroatien. Ferner treibt KNDS die Trophy-Integration auf dem Radpanzer Boxer und dem Schützenpanzer CV90 voran.
IPO-Vorbereitung läuft planmäßig
Parallel zur operativen Expansion schreiten die Börsenpläne voran. KNDS bestätigte, dass die Vorbereitungen für ein Dual-Listing in Frankfurt und Paris im Zeitplan liegen. Ziel ist mehr Sichtbarkeit am Kapitalmarkt und ein breiterer Zugang zu Wachstumsfinanzierungen.
Das Marktumfeld spielt dem Konzern dabei in die Hände. Die Nachfrage nach Artilleriesystemen und Präzisionsbewaffnung zieht europaweit an. Elbit Systems meldete zuletzt einen Auftrag über 750 Millionen US-Dollar für PULS-Artilleriesysteme aus Griechenland — ein Beleg für das anhaltend hohe Investitionsniveau an den europäischen Außengrenzen.
Mit einem Auftragsbestand von 33 Milliarden Euro und einem laufenden IPO-Prozess dürften die nächsten konkreten Angaben zum Listing-Zeitplan der entscheidende Katalysator für die Kapitalmarktwahrnehmung von KNDS sein.
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