KNDS Aktie: 498 Radhaubitzen für US Army
KNDS bewirbt sich mit dem CAESAR-System um ein milliardenschweres US-Artillerieprogramm. Der Rüstungskonzern verzeichnet zudem Rekordaufträge und plant einen Börsengang.

- Bewerbung um US-Modernisierungsprogramm
- Rekordauftragsbestand von 33,1 Milliarden Euro
- Umsatzplus von 16 Prozent im Vorjahr
- Staatliche KfW-Beteiligung vor Börsengang
KNDS greift nach einem der lukrativsten Rüstungsprojekte der Welt. Gemeinsam mit dem Partner Leonardo DRS bewirbt sich der deutsch-französische Konzern um ein Modernisierungsprogramm der US Army. Das Ziel ist der Austausch veralteter Artilleriebestände.
Das Vorhaben mit dem Namen „Mobile Tactical Cannon“ sieht die Beschaffung von rund 498 Radhaubitzen vor. KNDS bietet dafür das CAESAR-System an. Die Plattform ist international für ihre Leistung in hochintensiven Konflikten bekannt. Eine erste Vorauswahl der US-Armee steht in den kommenden Wochen an.
Rekordaufträge und Ausbau in Kassel
Parallel zum US-Geschäft treibt das Unternehmen die Produktion in Europa voran. Im Werk Kassel wird die Fertigung massiv hochgefahren. Der Fokus liegt auf Turmsystemen für den Kampfpanzer Leopard 2A8 und die Haubitze RCH 155.
Die Techniker integrieren dort automatisierte Artilleriemodule und moderne Sensoren. Diese Beschleunigung ist notwendig. Der Auftragsbestand von KNDS erreichte Anfang des Geschäftsjahres einen Rekordwert von 33,1 Milliarden Euro.
Finanziell steht die Gruppe auf festem Fundament. Im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz um 16 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis lag bei 661 Millionen Euro.
IPO-Pläne und Staatsbeteiligung
Die operative Marge erreicht damit 15 Prozent. Trotz dieser starken Zahlen verzögert sich der Gang an die Börse. Experten veranschlagen den potenziellen Marktwert von KNDS auf rund 15 Milliarden Euro.
Bevor die Doppellistung in Paris und Frankfurt erfolgt, steht eine politische Weichenstellung an. Die staatliche KfW plant den Erwerb eines Anteils von 40 Prozent. Diese Beteiligung soll die Machtverhältnisse zwischen Deutschland und Frankreich dauerhaft ausgleichen.
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