KNDS Aktie: KfW prüft 40-Prozent-Paket
Der Rüstungskonzern KNDS plant den Börsengang. Die Bundesregierung will sich über die KfW mit 40 Prozent beteiligen.

- Bundesregierung plant KfW-Einstieg
- Börsendebüt für Juni oder Juli
- Bewertung zwischen 18 und 25 Milliarden
- Sonderdividende von bis zu zwei Milliarden
Der Rüstungskonzern KNDS bereitet seinen Börsengang vor. Kurz vor dem Sprung aufs Parkett ordnen die Eigentümer die Machtverhältnisse neu. Die deutsche Bundesregierung will sich über die Staatsbank KfW massiv einkaufen. Das Ziel: Gleichstand mit Frankreich.
Berlin fordert Augenhöhe
Bislang gehört der Panzerbauer je zur Hälfte dem französischen Staat und der deutschen Eigentümerfamilie Wegmann. Die Familie plant nun den vollständigen Ausstieg. Parallel dazu senkt Paris seinen Anteil auf 40 Prozent. Genau diese Lücke will Berlin füllen. Die KfW prüft aktuell den Erwerb eines 40-Prozent-Pakets. Dafür hat die Bank JPMorgan als Berater engagiert.
Milliarden-Bewertung im Visier
Der Börsengang in Frankfurt und Paris steht unmittelbar bevor. Die Erstnotiz ist für Juni oder Juli angesetzt. Marktbeobachter rechnen mit einer Bewertung zwischen 18 und 25 Milliarden Euro. Lazard begleitet den Prozess. Nach dem Börsendebüt wollen beide Regierungen ihre Anteile schrittweise auf jeweils rund 30 Prozent abbauen. Die paritätische Kontrolle bleibt dabei erhalten.
Sonderdividende vor dem Start
Bevor KNDS neue Aktionäre an Bord holt, schütten die bisherigen Eigentümer noch einmal kräftig aus. Der Vorstand diskutiert eine Sonderdividende von bis zu zwei Milliarden Euro. Dieses Geld fließt an den französischen Staat und die Familie Wegmann. Das Umfeld für den Börsengang könnte kaum besser sein. Die europäischen Rüstungsausgaben steigen rasant. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Landsystemen wie dem Leopard 2 oder der Caesar-Haubitze.
Mit den Einnahmen aus dem Börsengang will KNDS seine Produktionskapazitäten weiter ausbauen. Der Kapitalmarkt bietet dem Rüstungskonzern den nötigen Spielraum für technologische Innovationen. Die genauen Konditionen der Aktienplatzierung folgen in den kommenden Wochen.
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