KNDS Aktie: Schatten der Unsicherheit?

Der Panzerbauer KNDS kämpft mit Prüfungsverzögerungen wegen eines alten Katar-Geschäfts, was den Zeitplan für den Börsengang bedroht.

Die Kernpunkte:
  • PwC verweigert Testat für Jahresbilanz
  • Interne Untersuchung zu Katar-Deal läuft
  • Börsengang im Sommer gefährdet
  • KfW prüft Einstieg als Ankeraktionär

KNDS plant Europas größten Börsengang seit Jahren. Ausgerechnet jetzt holt ein altes Rüstungsgeschäft den Panzerbauer ein. Ohne testiertes Zahlenwerk wackelt der Zeitplan für den Milliarden-IPO.

Altlasten verzögern den Startschuss

Der Wirtschaftsprüfer PwC verweigert bislang das Testat für die Jahresbilanz 2025. Der Grund liegt in der Vergangenheit. KNDS untersucht intern ein Rüstungsgeschäft mit Katar aus dem Jahr 2013. Damals verkaufte der Vorgänger Krauss-Maffei Wegmann Panzer und Artillerie für knapp zwei Milliarden Euro. Berichte deuten auf fragwürdige Millionenprovisionen an eine katarische Beraterfirma hin.

Das Management wehrt sich gegen Meldungen, wonach PwC das Testat endgültig verweigert. KNDS rechnet im Lauf des Monats Mai mit dem Abschluss der Prüfung. Die interne Untersuchung fand bislang keine Beweise für strafbares Verhalten eigener Mitarbeiter. Ohne den Stempel der Prüfer darf das Unternehmen jedoch keinen Börsenprospekt veröffentlichen.

Berlin plant Sperrminorität

Trotz der juristischen Hürden laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. KNDS strebt im Sommer ein Doppellisting in Paris und Frankfurt an. Die angestrebte Bewertung liegt bei rund 20 Milliarden Euro. Ein Viertel der Aktien soll den Besitzer wechseln. Das Konsortium um Deutsche Bank und Goldman Sachs könnte so fünf Milliarden Euro einsammeln.

Der deutsche Staat will seinen Einfluss auf das deutsch-französische Gemeinschaftsunternehmen wahren. Die staatliche KfW-Bank prüft den Einstieg. Geplant ist der Kauf eines Anteils von mindestens 25,1 Prozent. Diese Sperrminorität würde verhindern, dass Paris als alleiniger staatlicher Aktionär agiert.

Volle Auftragsbücher, enges Zeitfenster

Operativ steht KNDS glänzend da. Der Konzern erwirtschaftet 3,8 Milliarden Euro Umsatz. Der Auftragsbestand summiert sich auf gewaltige 23,5 Milliarden Euro. Die Nachfrage blieb auch im vergangenen Jahr ungebrochen hoch.

Der Mai bringt nun die Entscheidung. KNDS muss die testierten Ergebnisse für 2025 vorlegen. Die Folge: Verzögert sich die Prüfung weiter, schließt sich das Zeitfenster für den Sommer. Ein Börsengang würde dann frühestens im Herbst stattfinden. Dieses Umfeld gilt für große Emissionen historisch als deutlich schwieriger.

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