Kolumne: Turnaround-Story auf Amerikanisch

Die Amerikaner lieben Comeback-Storys. Das gilt faktisch für jeden Lebensbereich, insbesondere aber für Politik und natürlich Wirtschaft. Während beispielsweise in Deutschland ein wirtschaftliches Scheitern als Makel angesehen wird, wird dies über den großen Teich mehr als wichtige Erfahrung gewertet.

Das ist auch die Grundlage vieler Turnaround-Storys, die es am amerikanischen Aktienmarkt bislang gab. Und davon gab es viele. Erinnert sei nur an eine der spektakulärsten in den vergangenen zehn Jahren, die von General Motors. Aus der Pleitefirma mit Penny Stock wurde ein echtes Comeback-Kid mit einer heutigen Marktkapitalisierung von rund 55 Mrd. Dollar.

Vom Fallen Angel zum Comeback-Kid

Doch die Wall Street ist reich an ähnlichen Turnaround-Geschichten und natürlich suchen die Investoren immer wieder nach solchen aussichtsreichen Perlen, die im amerikanischen nicht umsonst als „Fallen Angel“, als „gefallene Engel“ bezeichnet werden. Natürlich ist dabei klar: Nicht jeder Turnaround-Kandidat kann es schaffen.

Denn die Risiken eines solchen Weges sind hoch. Das reicht von der falschen Restrukturierungs-Strategie bis zum simplen Fakt, dass einer Firma das Geld ausgehen kann. Deshalb: Wer diesen zweifellos spannenden Bereich mit in seine Investmententscheidungen einbeziehen will, sollte immer an entsprechende Risiko-Diversifizierung denken.

Wer sich qualifiziert

Einen Überblick, welche Werte derzeit besonders an der Wall Street unter Beobachtung stehen, liefert Ihnen die unten stehende Tabelle:

Dazu gehören Unternehmen wie Kraft Heinz und 3M, die auch durch die Technologie-Rallye aus dem Fokus des Marktes rutschten und nun über ein sprechendes Erholungspotenzial verfügen. Doch es geht nicht nur um bewertungstechnische Comebacks, sondern auch um fundamentale.

Das trifft insbesondere auf General Electric zu. Dies wird wohl für die nächste Jahre eine der spannendsten Restrukturierungs-Storys, wie sich aus der früheren „ Mutter aller Konglomerate“ unter einem neuen Chef und unter Druck entsprechender aktivistischer Investoren eine Straffung der Struktur wie auch eine nachhaltige Verbesserung der wirtschaftlichen Kennzahlen ergeben kann. Siemens als ewiger Wettbewerber von GE ist hier die klare Blaupause. Und nicht zu vergessen Wells Fargo, die nach einem Skandal mit Fake-Konten zunehmend auf Stabilisierungskurs ist.

Zertifikate-Lösung sinnvoll

Indes: Nicht jede Comeback-Story wird auch funktionieren. Deshalb ist bei solch einer Anlagestrategie auch Diversifizierung das A und O. Dies kann mittlerweile auch durch spezielle Zertifikate umgesetzt werden. Derzeit läuft sich ein Zertifikat der UBS in der Zeichnung warm, dass ich für aussichtsreich halt.

Dabei handelt es sich um das „UBS Closed-End-Tracker-Zertifikat“ bezogen auf den oben beschriebenen US Comeback Stock Basket. Die Bank bietet das Zertifikat derzeit mit einem sehr attraktiven Emissions-Disago von 2.55% zum Ausgabepreis von 97,45 Euro (je Anteilschein von 100 Euro) zur Zeichnung bei Ihrer Hausbank an.

Das in Euro begebene Zertifikat ist nicht währungsgesichert und kann von Schweizer Anlegern unter der Valoren-Nr. 42143182 / (Listing SIX Zürich) gezeichnet werden. Für das deutsche Parallellisting (Zertifikatebörse Frankfurt + EUWAX Stuttgart) gelten folgende Kennnummern: WKN: UV8FBB/ ISIN: DE000UV8FBB6. Zeichnungen nimmt Ihre Hausbank bis zum 27.07.2018, 16h MEZ entgegen.

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