Kongsberg Gruppen: 240,9 Millionen für JSM-Lieferung
Norwegischer Rüstungskonzern erhält zweiten Großauftrag für Marschflugkörper von der US Air Force.

- Zweite Charge Marschflugkörper bestellt
- Auftragswert von rund 240 Millionen Dollar
- Fertigung und Auslieferung bis 2028
- Aktie technisch nahe überverkauftem Niveau
Der norwegische Rüstungskonzern Kongsberg Gruppen hat einen dicken Auftrag an Land gezogen. Die Tochter Kongsberg Defense & Aerospace liefert der US Air Force die zweite Charge des Marschflugkörpers Joint Strike Missile (JSM). Das Volumen: rund 240,9 Millionen Dollar.
Der Auftrag umfasst komplette Lenkwaffensysteme inklusive Startbehälter und Prüfausrüstung. Gefertigt wird in Kongsberg, Norwegen. Die Auslieferung soll bis November 2028 abgeschlossen sein. Finanziert wird der Deal aus US-Haushaltsmitteln der Jahre 2024 und 2025 – rund 138 Millionen aus dem einen, knapp 103 Millionen aus dem anderen Jahr.
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Der Auftrag unterstreicht Kongsbergs Stellung im globalen Rüstungsmarkt. Derweil baut der Konzern auch sein Marinesegment aus: Zusammen mit Navantia unterzeichnete Kongsberg einen langfristigen Wartungsvertrag für die Fregatten der Royal Norwegian Navy.
Kurs mit Fragezeichen
Die Aktie notierte am Freitag bei 312,00 norwegischen Kronen, ein Plus von 2,09 Prozent. Auf Wochensicht verlor das Papier allerdings 6,05 Prozent. Der RSI liegt bei 35,7 – die Aktie ist technisch fast überverkauft. Die annualisierte Volatilität von knapp 87 Prozent zeigt: Hier geht es hoch her.
Parallel dazu hat Kongsberg seine digitale Sparte umbenannt. Aus Kongsberg Digital wird Falkor, a KONGSBERG company. Ein neuer Name für das digitale Geschäft – mehr nicht.
Ausblick
Am 18. Juni 2026 lädt der Konzern zum Kapitalmarkttag. Dann dürfte das Management die Strategie für die kommenden Jahren skizzieren. Die Q2-Zahlen folgen im Juli. Beide Termine liefern die nächsten Wegmarken für Anleger.
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