Kongsberg Gruppen: 4,1-Prozent-Rutsch auf 296,70 Kronen
Trotz voller Auftragsbücher und neuer NASAMS-Verträge bricht die Kongsberg-Aktie ein. Analysten sehen das Papier nun als unterbewertet an.

- Aktie verliert über vier Prozent
- Neue NASAMS- und Drohnenabwehr-Aufträge
- Maritime Sparte wird eigenständig
- Analysten senken Kursziel für Spin-off
Volle Auftragsbücher treffen auf einen schwachen Aktienkurs. Bei Kongsberg Gruppen klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der norwegische Rüstungs- und Technologiekonzern sammelt international lukrative Verträge ein. Die Anleger reagieren darauf jedoch mit Verkäufen.
Zum Wochenstart verlor die Aktie 4,1 Prozent. Sie rutschte auf 296,70 Norwegische Kronen ab. Der breite Osloer Leitindex legte parallel dazu leicht zu.
Technische Indikatoren signalisieren nun einen überverkauften Zustand. Der Relative-Stärke-Index fiel auf einen Wert von 23. Marktbeobachter sehen hier oft eine mögliche kurzfristige Stabilisierung.
Fundamental bringt das Unternehmen rund 260 Milliarden Kronen auf die Waage. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt aktuell bei 35. Aktionäre erhalten eine Dividendenrendite von knapp sechs Prozent.
Ein gemischtes Bild. Einige Analysten raten technisch zum Verkauf. Andere Experten halten das Papier auf diesem Niveau für unterbewertet.
Neue Aufträge aus Europa und Indien
Operativ läuft das Geschäft auf Hochtouren. Kongsberg sicherte sich neue Bestellungen für das Luftverteidigungssystem NASAMS. Hinzu kommen Verträge für spezielle Drohnenabwehr-Technologien. Die Europäische Union finanziert diese Sicherheitsmaßnahmen vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts.
Auch die maritime Sparte meldet Erfolge. Der Konzern rüstet Indiens ersten vollelektrischen Schlepper aus. Dieses Projekt stärkt die Position bei emissionsfreien Schiffslösungen. Obendrein öffnet es Türen im wachsenden indischen Infrastrukturmarkt.
Analysten senken Kursziel für Abspaltung
Die Konzernstruktur hat sich im April grundlegend verändert. Kongsberg gliederte seine maritime Einheit ab. Das neue eigenständige Unternehmen erwirtschaftete im Startquartal ein operatives Ergebnis von 893 Millionen Kronen.
Pareto Securities bewertete diesen Spin-off am Dienstag neu. Die Analysten senkten das Kursziel für die eigenständige Aktie auf 74 Kronen. Zuvor lag der Wert bei 85 Kronen. Die Kaufempfehlung bleibt bestehen.
Am 13. Juli präsentiert Kongsberg die Zahlen für das zweite Quartal. Bis dahin rückt in den Fokus, wie das Unternehmen die neuen Rüstungsaufträge abarbeitet. Das Management muss beweisen, dass die globalen Lieferketten dem Wachstum standhalten.
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