Kontron Aktie: Rückkehr zur Realität?
Kontron präsentiert am 7. Mai die Q1-Zahlen. Die Sanierung der defizitären GreenTec-Sparte und ein Aktienrückkaufprogramm bestimmen die Lage.

- Defizitäre GreenTec-Sparte im Umbau
- 500 Stellenstreichungen und 25 Mio. Euro Kosten
- Robustes Kerngeschäft mit hohem Auftragsbestand
- Aktienrückkaufprogramm über 50 Mio. Euro gestartet
Das Kerngeschäft liefert verlässliche Gewinne, die Solarsparte verbrennt Geld. Bei Kontron klaffen Anspruch und operative Realität derzeit spürbar auseinander. Am 7. Mai legt der Technologiekonzern seine Zahlen für das erste Quartal vor. Sie werden den ersten echten Härtetest für den laufenden Konzernumbau liefern.
Die Baustelle im Solarbereich
Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die defizitäre GreenTec-Sparte. Zuletzt drückte ein Umsatzrückgang auf 151 Millionen Euro die Stimmung. Ein negatives operatives Ergebnis von acht Millionen Euro verdeutlicht das Ausmaß der Probleme.
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Der Vorstand reagiert mit einem harten Schnitt. Kontron streicht rund 500 Stellen. Das Management veranschlagt die Kosten für diesen Umbau auf etwa 25 Millionen Euro. Entscheidend für das erste Quartal wird sein, wie stark diese Einmalkosten die Bilanz bereits belasten.
Robustes Kerngeschäft trifft auf Kursschwäche
Abseits des Solarbereichs zeigt sich das Unternehmen widerstandsfähig. Der Auftragsbestand kletterte zuletzt auf knapp 2,5 Milliarden Euro. Die Sparten für Verteidigung und Transport sollen künftig um mehr als 20 Prozent wachsen. Sie treiben den Wandel hin zu margenstarken Technologien voran.
An der Börse spiegelt sich diese Stärke nur bedingt wider. Die Aktie ging am Freitag bei 21,50 Euro aus dem Handel. Auf Sicht von 30 Tagen steht zwar ein Plus von gut elf Prozent auf der Anzeigetafel. Seit Jahresbeginn notiert das Papier jedoch im Minus. Ein technischer Indikator wie der RSI von 29 signalisiert aktuell eine überverkaufte Situation.
Aktienrückkauf stützt den Kurs
Parallel zum operativen Umbau stützt das Management den Kurs. Ende März startete ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm. Kontron will eigene Papiere für bis zu 50 Millionen Euro erwerben. Bislang hat das Unternehmen knapp 793.000 Aktien am Markt eingesammelt.
Im weiteren Jahresverlauf rückt die Hauptversammlung in den Fokus. Auf der Tagesordnung steht eine vorgeschlagene Dividende von 0,50 Euro je Aktie. Im Vorjahr erhielten Aktionäre noch zehn Cent mehr. Ein logischer Schritt. Die Kürzung schont die Kassen im laufenden Übergangsjahr.
Die langfristigen Ziele bleiben ambitioniert. Bis 2030 will Kontron den Umsatz auf 2,6 Milliarden Euro steigern. Der Weg dorthin führt zwingend über eine erfolgreiche Sanierung der Solarsparte. Am 7. Mai muss das Management beweisen, dass der Zeitplan für diesen Umbau hält.
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