Kontron wieder in der Spur?

Im Herbst des letzten Jahres musste der Vorstand von Kontron seinen Anlegern eine Reduzierung der Prognose verkünden, zum ersten Mal seitdem Rolf Schwirz das Amt des Vorstandsvorsitzenden innehat. Erwartungsgemäß kam das bei den Marktteilnehmern alles andere als gut an.

© Pixabay
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Allerdings machte sich schon mit den Zahlen für das dritte Quartal 2015 wieder etwas Hoffnung unter den Anlegern breit. Heute gab Kontron die Ergebnisse für das vergangene Geschäftsjahr bekannt und konnte die revidierten Ziele erreichen.

Kontron mit deutlichem verbessertem Gewinn

Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum um 2,4% auf 467,7 Mio. Euro und lagen damit innerhalb der avisierten Spanne von 460 bis 470 Mio. Euro. Die Bruttomarge lag mit 26,1% 10 Basispunkte über dem Wert des Vorjahres.

Deutlich gesteigert werden konnte das um Restrukturierungskosten bereinigte EBIT. Hier ging es um zwei Drittel auf 14,5 Mio. Euro nach oben. Das ausgewiesene EBIT konnte von -5,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 6,2 Mio. Euro verbessert werden.

Rückgängig entwickelte sich dagegen der Auftragseingang. Hier ging es um 18,7% auf 391,8 Mio. Euro abwärts. Das entsprach einem Book-to-bill Verhältnis von 0,84. Auch der Auftragsbestand sank um 17% auf 269,3 Mio. Euro. Kontron wies allerdings darauf hin, dass im Vorjahr viele Mehrjahresverträge zur Unterzeichnung kamen und dieser Effekt im vergangenen Jahr nicht wiederholt werden konnte.

Erhöht werden konnte auch der Cashflow von 1,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 14,2 Mio. Euro. Positiv wirkte sich hier zum einen der Anstieg des Nettogewinns von 4,5 Mio. Euro und der Rückgang von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von mehr als 15 Mio. Euro aus.

Große Hoffnung liegt auf Ennoconn

Mit Beginn dieses Jahres hatte Kontron die strategische Partnerschaft mit Ennoconn bekannt gegeben. Hierdurch will man sich u. a. Chancen im Bereich Internet der Dinge eröffnen. Zugleich erhält Kontron durch diese Partnerschaft wieder den Zugang zu Produktionskapazitäten in Asien und erhofft sich dadurch eine Stärkung des Channel-Geschäftes.

Zugleich wird Kontron die Zusammenarbeit mit einem anderen Unternehmen intensivieren, um nachhaltig Kosten zu senken und die Sparte Communications wieder nach vorn zu bringen.

Zielspanne steht

Für das laufende Geschäftsjahr liegen die Erwartungen in Bezug auf den Umsatz bei 460 bis 480 Mio. Euro. Die Bruttomarge soll mehr als 25% betragen. Bei der um Einmaleffekte bereinigten EBIT-Marge will Kontron zwischen 3 bis 5% erreichen.

Aktie vorbörslich gut nachgefragt

Die Aktie ist nach wie vor von alten Höhen weit entfernt. Im April letzten Jahres setzte ein deutlich ausgeprägter Abwärtstrend ein, der erst im vergangenen Herbst zu einer Bodenbildung führte. Seither liegen die Papiere in einer Seitwärtsbewegung, an der auch mehrere Ausbruchsversuche nichts änderten.

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Allerdings ist auch zu beobachten, dass ab Januar wieder eine leichte Aufwärtsbewegung zu verzeichnen ist. So schaffte es die Aktie immerhin wieder, in Richtung 4,00 Euro. Nachdem es in den letzten Tagen wieder abwärts ging, konnte die Aktie von Kontron vorbörslich jedoch heute bereits mehr als 3,5% gutmachen.

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