KOSPI: 7,44 Prozent Crash
Südkoreas Leitindex KOSPI stürzt um 7,4 Prozent ab. Auslöser sind Meldungen über einen technologischen Durchbruch in Chinas Halbleiterindustrie.

- KOSPI verliert über sieben Prozent
- China meldet Fortschritte bei Lithografie-Anlagen
- Samsung und SK Hynix mit massiven Kursverlusten
- Ausländische Investoren ziehen Milliarden ab
Der südkoreanische Aktienmarkt verzeichnete einen der schwersten Handelstage seiner jüngeren Geschichte. Der Leitindex KOSPI knickte um 7,44 Prozent ein. Berichte über einen technologischen Durchbruch in der chinesischen Halbleiterindustrie lösten den Ausverkauf aus.
China meldet Erfolge bei der Produktion eigener Lithografie-Anlagen. Damit rüttelt Peking direkt an der südkoreanischen Dominanz. Der Markt befürchtet eine dauerhafte Verschiebung im globalen Chip-Wettbewerb.
Handelsstopps bremsen den Absturz nicht
Der Verkaufsdruck war so massiv, dass die Börse in Seoul Sicherungsmechanismen aktivierte. Ein kurzzeitiger Handelsstopp sollte die Wogen glätten. Die Pause verpuffte jedoch wirkungslos.
Ausländische Investoren zogen allein in den letzten drei Handelstagen Kapital in Milliardenhöhe ab. Dieser Exodus setzte parallel die Landeswährung unter Druck. Der südkoreanische Won schwächte sich spürbar ab.
Samsung und SK Hynix im freien Fall
Besonders die Speicherchip-Spezialisten SK Hynix und Samsung Electronics gerieten unter die Räder. SK Hynix verbuchte ein Minus von 14,65 Prozent. Samsung verlor 13,39 Prozent an Wert.
Anleger hinterfragen die Nachhaltigkeit des aktuellen KI-Booms. Die neue Konkurrenz aus China könnte die Margen der etablierten Riesen massiv drücken. Ein erfolgreicher Börsengang des chinesischen Konkurrenten CXMT befeuerte diese Ängste zusätzlich.
Der KOSPI notiert aktuell bei 6.253,16 Punkten. Damit hat der Index seit seinem Hoch im Juni 2026 etwa ein Drittel an Wert verloren. Derzeit bewegt sich der Markt deutlich unter seinen langfristigen Durchschnittslinien.
Die südkoreanische Finanzaufsicht reagiert auf die extreme Volatilität. Sie prüft strengere Regeln für gehebelte ETFs, um Kettenreaktionen bei künftigen Verkäufen zu begrenzen. Die Handelsaufnahme am Mittwochmorgen liefert den nächsten Hinweis auf die Tiefe der Krise.
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