KOSPI: SK Hynix stürzt 4,88 Prozent ab

Südkoreas Leitindex fällt zweiten Tag in Folge, Halbleiterwerte wie SK Hynix brechen ein. Geopolitische Risiken und KI-Zweifel dominieren.

Die Kernpunkte:
  • Ausländische Anleger fliehen aus Seoul
  • SK Hynix stürzt um fast fünf Prozent ab
  • KOSPI liegt 33 Prozent unter Rekordhoch
  • KRX plant neue Kontrollmechanismen

Ausverkauf in Seoul. Ausländische Investoren ziehen massiv Kapital aus dem südkoreanischen Leitindex KOSPI ab. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und eine wachsende Skepsis gegenüber dem globalen KI-Boom belasten die Stimmung am asiatischen Handelsplatz schwer.

Der Index sank am Freitag um 0,60 Prozent auf 6.258,77 Punkte. Damit setzte der Markt seine Talfahrt den zweiten Tag in Folge fort. Frühe Erholungsversuche der Privatanleger scheiterten am massiven Verkaufsdruck der Institutionen, die sich im großen Stil von südkoreanischen Standardwerten trennten.

Halbleiter-Sektor unter Druck

Besonders die für Korea so wichtigen Halbleiter-Werte gerieten unter die Räder. SK Hynix stürzte um 4,88 Prozent ab. Marktteilnehmer sorgen sich zunehmend um den Zenit des aktuellen KI-Zyklus und die wachsende Konkurrenz durch chinesische Wettbewerber.

Samsung Electronics hielt sich derweil stabil und rettete ein minimales Plus von 0,22 Prozent ins Ziel. Andere Branchen litten dagegen deutlich stärker. So brach das Papier von Lotte Shopping um fast 13 Prozent ein. Auch Hyundai Motor verlor über ein Prozent an Wert.

Das Handelsvolumen blieb mit umgerechnet rund 17 Milliarden US-Dollar vergleichsweise dünn. Die Volatilität im Markt ist jedoch extrem hoch. Inzwischen notiert der KOSPI rund 33 Prozent unter seinem Allzeithoch aus dem Juni. Investoren schichten derzeit verstärkt in defensive Finanzwerte um.

Reformen und US-Daten im Fokus

Die kommende Woche bringt entscheidende Impulse aus den USA. Quartalsberichte von Chipherstellern wie AMD und SanDisk dürften die Stimmung im Technologiesektor maßgeblich beeinflussen. Parallel dazu plant die Korea Exchange (KRX) neue Kontrollmechanismen, um extreme Kursschwankungen künftig abzufedern.

Im regulatorischen Bereich wächst ebenfalls der Druck auf die Unternehmen. Insgesamt 48 gelistete Firmen stehen kurz vor einer Einstufung als Risiko-Aktie. Davon gehören zehn Unternehmen zum KOSPI. Diese Firmen verfehlen derzeit die Mindestanforderungen an den Börsenwert oder kämpfen mit extrem niedrigen Kursen unter 1.000 Won.

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