KOSPI: Unter 8.000 Punkten eingebrochen
Der südkoreanische Leitindex fällt unter 8.000 Punkte, ausgelöst durch massive Verkäufe bei Chipwerten und KI-Skepsis.

- KOSPI bricht unter 8.000 Punkte ein
- Börse Seoul stoppt Programmhandel
- Chipwerte wie Samsung und SK Hynix verlieren
- Südkoreanischer Won fällt auf Jahrestief
Der südkoreanische Leitindex KOSPI ist am Donnerstag unter die psychologisch wichtige Marke von 8.000 Punkten eingebrochen. Ein massiver Abverkauf bei Halbleiteraktien und Zweifel am KI-Boom versetzten den Markt in einen Schockzustand. Die Börse Seoul musste Notfallmaßnahmen ergreifen, um den Handel zu stabilisieren.
In den frühen Handelsstunden sackte der Index zeitweise um fast sieben Prozent ab. Bei 7.733 Punkten markierte der KOSPI ein vorläufiges Tagestief. Das entspricht einem Rückgang von über 17 Prozent gegenüber dem Rekordhoch vom Juni.
Notbremse an der Börse Seoul
Um den extremen Verkaufsdruck abzufangen, aktivierte die Korea Exchange einen sogenannten „Sidecar“. Die Börse setzte den automatisierten Programmhandel für fünf Minuten aus. Es war bereits das 30. Mal im laufenden Jahr, dass die Aufsicht zu diesem Mittel griff.
Indes belastet die hohe Volatilität die Stimmung der Privatanleger massiv. Die Schwankungsbreite des Marktes liegt derzeit bei jährlich rund 68 Prozent. Damit übertrifft die Nervosität in Seoul sogar das Niveau der Finanzkrise von 2008.
Chiphersteller unter Druck
Die Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix zogen den Gesamtmarkt nach unten. Berichte über eine langsamere Nachfrage nach KI-Rechenzentren bei Meta Platforms verschreckten die Investoren. SK Hynix verlor in der Spitze mehr als acht Prozent an Wert.
Parallel dazu drücken Berichte über neue Wettbewerber aus China die Stimmung bei Samsung. Anleger fürchten ein Ende des boomenden Geschäfts mit Speicherchips. Dieser Sektor macht fast die Hälfte der gesamten Marktkapitalisierung des KOSPI aus.
Währungsverfall und Kreditrisiken
Der südkoreanische Won schwächte sich zum US-Dollar deutlich ab. Der Wechselkurs stieg auf rund 1.550 Won je Dollar. Das ist der schwächste Stand seit Jahren. Ein solcher Währungsverfall beschleunigt oft den Abzug von ausländischem Kapital aus asiatischen Märkten.
Marktbeobachter sehen zudem Risiken durch die hohe Privatverschuldung für Aktienkäufe. Die ausstehenden Wertpapierkredite belaufen sich auf über elf Milliarden US-Dollar. Bei fallenden Kursen drohen Zwangsliquidierungen. Das könnte die Abwärtsspirale weiter befeuern.
Die Marktteilnehmer blicken nun auf die US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag. Eine Fortsetzung der restriktiven US-Zinspolitik würde den Druck auf Technologiewerte erhöhen. Hält die technische Unterstützung bei 7.700 Punkten nicht, rückt das Jahrestief wieder in den Fokus.
KOSPI: Kaufen oder verkaufen?! Neue KOSPI-Analyse vom 2. Juli liefert die Antwort:
Die neusten KOSPI-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für KOSPI-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
KOSPI: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




