Kraft Heinz Aktie: Skeptische Wall Street
Der Lebensmittelkonzern Kraft Heinz sieht sich mit Analystenabstufungen und sinkenden Kurszielen konfrontiert. Ein neues 600-Millionen-Dollar-Programm soll die angeschlagene US-Sparte stabilisieren.

- Mehrere Banken senken ihre Kursziele erheblich
- Neuer Nordamerika-Chef soll US-Geschäft sanieren
- 600 Millionen Dollar für umfassende Investitionsoffensive
- Konzern erwartet Umsatzrückgang für das Jahr 2026
Kraft Heinz steht unter Druck. Während die Analysten reihenweise ihre Kursziele senken, installiert der Lebensmittelkonzern einen neuen Nordamerika-Chef. Dessen Aufgabe: Ein 600-Millionen-Dollar-Programm soll die angeschlagene US-Sparte aus der Krise führen. Doch die Wall Street zweifelt.
Analysten werden pessimistischer
Am Montag reduzierte Mizuho das Kursziel von 27 auf 25 Dollar bei neutraler Einstufung. Damit reiht sich die Bank in eine Serie negativer Analystenstimmen ein, die nach den enttäuschenden Quartalszahlen und dem schwachen Ausblick für 2026 vom 11. Februar ihren Lauf nahm.
JPMorgan Chase stufte die Aktie nur einen Tag später von neutral auf underweight herunter und kappte das Kursziel von 24 auf 22 Dollar. BNP Paribas Exane setzte das Ziel auf nur noch 20 Dollar. Morgan Stanley bekräftigte am 17. Februar seine Verkaufsempfehlung mit einem Ziel von 23 Dollar. Der Konsens liegt laut MarketBeat bei 24,89 Dollar – und damit deutlich über dem aktuellen Kurs von rund 21 Dollar.
Neuer Manager für den größten Markt
Seit dem 23. Februar führt Nicolas Amaya das Nordamerika-Geschäft, das etwa 67 Prozent des Konzernumsatzes ausmacht. Der frühere Kellanova-Manager folgt auf Pedro Navio, der nach acht Jahren im Unternehmen am 22. Februar ausschied.
CEO Steve Cahillane, selbst ein ehemaliger Kellanova-Manager, bezeichnet Amaya als jemanden mit „der richtigen Kombination aus kommerzieller Strenge, operativer Exzellenz und Führungsstärke“. Die Personalie unterstreicht die Dringlichkeit: In den USA verliert Kraft Heinz seit zehn Jahren Marktanteile – mit zunehmender Geschwindigkeit in 2025.
600 Millionen Dollar gegen den Abwärtstrend
Auf der CAGNY-Konferenz am 19. Februar präsentierten Cahillane und Finanzchef Andre Maciel die Gegenstrategie. Rund 600 Millionen Dollar fließen 2026 zusätzlich in fünf Bereiche: günstigere Einstiegspreise für etwa 40 Prozent des US-Portfolios, 20 Prozent mehr Forschungsausgaben, Marketingbudgets von 5,5 Prozent vom Umsatz (2025: 4,9 Prozent), effizientere Werbeaktionen und mehr Personal in Vertrieb und Marketing.
Der Großteil dieser Investitionen ist für die zweite Jahreshälfte geplant. Das Management erwartet für 2026 einen organischen Umsatzrückgang von 1,5 bis 3,5 Prozent und einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 1,98 und 2,10 Dollar. Die angekündigte Konzernaufspaltung liegt vorerst auf Eis – laut Cahillane funktionieren Trennungen am besten „wenn das Geschäft gesund, stabil und wachsend ist“.
Durststrecke mit ungewissem Ausgang
Kraft Heinz bezeichnet 2026 als „Margenboden-Jahr“. Die Aktie notiert aktuell bei 20,77 Euro, rund 31 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 30,17 Euro. Die nächsten Quartalszahlen folgen am 28. April. Bis dahin muss Amaya beweisen, dass Geld allein ausreicht, um strukturelle Probleme zu lösen, die sich über ein Jahrzehnt aufgebaut haben.
Kraft Heinz-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Kraft Heinz-Analyse vom 24. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Kraft Heinz-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Kraft Heinz-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Kraft Heinz: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




