Kraft Heinz: Aktie so rot wie der Ketchup

Die Aktien des Nahrungsmittelkonzerns Kraft Heinz sind heute im freien Fall. Bis zum späten Nachmittag büßten sie bereits über 28 % ein.

Grund waren Abschreibungen in Höhe von 16 Milliarden US-Dollar und somit ein dickes Minus im Jahresergebnis 2018. Im Endeffekt stand dieses Minus von 10,3 Milliarden in 2018 einem Gewinn von knapp 11 Milliarden US-Dollar 2017 gegenüber.

Neben hohen Abschreibungen belasten den Konzern ein stagnierender Umsatz und steigende Kosten. Und zu guter Letzt prüft jetzt auch noch die US-Börsenaufsicht die Bilanzierungsmethoden und die Anleger bekommen weniger Dividende.

Finanziell flexibel bleiben

Mit der Kürzung der vierteljährlichen Dividende will Kraft Heinz finanziell flexibler agieren können, um z. B. Minusgeschäfte bei Verkäufen von Randsparten aufzufangen. "Wir glauben, dass diese Maßnahme uns dabei helfen wird, unseren Entschuldungsplan zu beschleunigen, uns durch eine stärkere Bilanz strategische Vorteile zu verschaffen, kommerzielle Investitionen zu unterstützen und ein Auszahlungsniveau festzulegen, das sowohl mit der Zeit wachsen als auch zusätzlichen Desinvestitionen Rechnung tragen kann. Dadurch können wir unser Wachstum verbessern, “ sagte Kraft Heinz CEO Bernardo Hees.

Für das laufende Jahr sehen die Prognosen allerdings nicht besser aus. Der Nahrungsmittelhersteller rechnet wegen hoher Kosten für das Marketing und weiterer Investitionen mit einem erneuten Rückgang beim operativen Gewinn.

Aktienkurs im freien Fall

Alles in allem keine Nachrichten für die Anleger. Das machte sich auch am Aktienkurs bemerkbar. Der Titel, der Anfang 2017 noch bei rund 100 US-Dollar notierte, brachte am Freitagnachmittag in den USA nur noch einen Wert von 34,59 US-Dollar auf die Börsenwaage.

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