Kraft Heinz: Morgan Stanley senkt auf $22
Kraft Heinz verzeichnet neun Quartale mit Umsatzrückgang. Analysten senken die Kursziele, während Berkshire Hathaway als Großaktionär hält.

- Drei Analystenkürzungen innerhalb weniger Wochen
- Umsatzrückgang von 1,5 bis 3,5 Prozent erwartet
- Berkshire Hathaway signalisiert Haltebereitschaft
- Quartalszahlen am 6. Mai als Stimmungstest
Neun Quartale in Folge schrumpfende organische Umsätze, ein Kurs nahe dem Jahrestief und gleich drei Analystenkürzungen innerhalb weniger Wochen — Kraft Heinz hat gerade keine gute Phase.
Analysten kürzen Kursziele
Morgan Stanley senkte am 23. April das Kursziel auf 22 Dollar und bekräftigte das „Underweight“-Rating. Als Begründung nannte die Bank einen schwieriger werdenden Rohstoffausblick, verschärft durch den jüngsten Ölpreisanstieg. BNP Paribas hatte bereits Anfang April das Ziel auf 18 Dollar reduziert und das „Underperform“-Rating beibehalten. Die Einschätzung der Franzosen ist dabei besonders ernüchternd: Packaged-Food-Aktien mögen historisch günstig aussehen — aber sie seien es aus gutem Grund, weil das Volumenwachstum bestenfalls gedämpft bleibe. UBS-Analyst Peter Grom kürzte sein Ziel auf 23 Dollar und blieb bei „Neutral“.
Unter 15 befragten Analysten hält die Mehrheit an einem „Hold“-Votum fest, während 20 Prozent zum Verkauf raten — kein Vertrauen, aber auch keine Panik.
Fundamentaldaten unter Druck
Inflation bei Kaffee, Eiern und Fleisch, dazu Zollbelastungen: Die Margen stehen von mehreren Seiten unter Druck. Für 2026 erwartet Kraft Heinz einen Rückgang der organischen Nettoumsätze um 1,5 bis 3,5 Prozent sowie einen Rückgang der bereinigten Bruttomarge um bis zu 75 Basispunkte. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll zwischen 1,98 und 2,10 Dollar liegen. Um gegenzusteuern, investiert das Unternehmen 600 Millionen Dollar in Markenunterstützung und kommerzielles Wachstum.
Die Aktie spiegelt die Lage wider. Mit einem Schlusskurs von 18,84 Euro am Freitag notiert sie rund 28 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch und hat seit Jahresbeginn fast zehn Prozent verloren.
Berkshire bleibt, Kanada bekommt Kapital
Für etwas Stabilität sorgt Berkshire Hathaway. Konzernchef Greg Abel signalisierte, dass Berkshire seinen Anteil an Kraft Heinz nicht verkaufen wird — ein klares Halte-Signal des größten Einzelaktionärs. Kurz darauf wechselte auch Kraft Heinz selbst den Ton: Der neue CEO betonte, das Unternehmen biete erhebliche interne Verbesserungspotenziale, auf die er sich konzentrieren wolle.
Parallel dazu investiert Kraft Heinz Canada 250 Millionen Dollar in die Modernisierung seiner Fabrik in Montreal. Das 70 Jahre alte Werk produziert jährlich rund 500 Millionen Pfund Produkt und beschäftigt über 1.000 Mitarbeiter. Die Investition ist auch ein politisches Signal: Seit der Wahl von Donald Trump wirbt Kraft Heinz aktiv mit seiner kanadischen Produktion und lokalen Zutaten.
Quartalszahlen am 6. Mai
Am 6. Mai 2026 legt Kraft Heinz seine Ergebnisse für das erste Quartal vor. Vor Marktöffnung erscheinen Pressemitteilung und Management-Kommentar, um 9 Uhr Eastern Time folgt die Analystenkonferenz. Das wird der erste echte Stimmungstest für die Turnaround-Rhetorik des neuen Managements — mit Rohstoffkosten, die noch keine Entwarnung geben, und einem Kurs, der kaum Spielraum nach unten lässt.
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