Kraken Robotics: Aktie 28 Prozent unter Märzhoch

Kraken Robotics verzeichnet steigende Umsätze, aber rückläufige Gewinne. Investitionen in neue Aufträge und die Covelya-Übernahme belasten die Marge.

Die Kernpunkte:
  • Erlöse durch SeaPower und Sonar gestiegen
  • Gewinnrückgang durch hohe Investitionen
  • Covelya-Übernahme zur Diversifikation geplant
  • Aktie 28 Prozent unter März-Hoch

Kraken Robotics meldet für das erste Quartal 2026 steigende Erlöse – bei gleichzeitig sinkender Profitabilität. Der kanadische Entwickler von Unterwassertechnologie investiert massiv in künftige Aufträge und bereitet die Übernahme der Covelya Group vor. Die Aktie notiert bei 4,74 Euro, 28 Prozent unter dem Märzhoch.

SeaPower-Batterien und Sonar-Systeme treiben Erlöse

Das Umsatzwachstum im ersten Quartal speist sich aus zwei Quellen: gestiegene Nachfrage nach SeaPower-Unterwasserbatterien und Synthetic Aperture Sonar (SAS) sowie Beiträge der kürzlich erworbenen 3D at Depth, Inc. Kraken positioniert sich als Zulieferer für Verteidigungsprogramme und autonome Offshore-Systeme.

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Vor der türkischen Küste demonstrierte das Unternehmen im März sein KATFISH-Schleppsonar zusammen mit dem unbemannten Überwasserfahrzeug RD-22 von SEFINE. Das System erkannte und klassifizierte minenähnliche Objekte und kritische Unterwasserinfrastruktur. Im Mai folgte eine Absichtserklärung mit SEFINE SISAM: KATFISH soll in die Missionsplanungssoftware integriert werden, hinzu kommt die Entwicklung automatischer Zielerkennung für Kraken-Sonar.

Covelya-Deal soll Geschäft diversifizieren

Die geplante Übernahme der Covelya Group Limited kommt voran. Mit dem Zukauf will Kraken seine Abhängigkeit von einzelnen Märkten, Produkten und Regionen reduzieren. Covelya soll zusätzlichen Zugang zu Verteidigungskunden schaffen und gleichzeitig Präsenz sowie Cashflow im kommerziellen Segment stärken. Die Kombination zweier erfahrener Ingenieursteams und der Zugriff auf erweiterte Fertigungskapazitäten sollen die technische Schlagkraft erhöhen.

Die Investitionen belasten kurzfristig die Marge. Kraken setzt darauf, dass die Nachfrage anzieht und die Covelya-Integration greift. Seit Jahresbeginn legte die Aktie um zwölf Prozent zu, über zwölf Monate sind es knapp 198 Prozent. Der RSI von 41 deutet auf nachlassenden Kaufdruck hin, die Volatilität liegt bei 54 Prozent annualisiert.

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