Kratos Defense Aktie: 447-Millionen-Auftrag der Space Force
Kratos Defense Aktie verliert 13 Prozent in einer Woche, Analysten von Wedbush sehen das Unternehmen jedoch als unterbewertet an.

- Wöchentlicher Kursverlust von über 13 Prozent
- Insiderverkäufe von Führungskräften gemeldet
- Wedbush stuft Aktie auf Outperform hoch
- Neue Aufträge für Raketenabwehr und Space Force
Kratos Defense steckt in der Klemme. Innerhalb einer Woche verlor das Papier mehr als 13 Prozent an Wert. Investoren ringen um Orientierung, während der Kurs gefährlich nah an sein Jahrestief rutscht.
Technische Warnsignale und Insiderverkäufe
Der Schlusskurs am Freitag lag bei 42,25 Euro. Damit weitete sich das Minus seit Jahresbeginn auf fast 38 Prozent aus. Zum 52-Wochen-Hoch von 114 Euro klafft inzwischen eine gewaltige Lücke.
Parallel dazu meldeten Führungskräfte Aktienverkäufe. DRSS-Spartenchef David Carter trennte sich von 4.000 Anteilen, Finanzchefin Deanna Lund verkaufte 5.000 Stück. Diese Verkäufe basierten auf vorab festgelegten Handelsplänen. Solche Programme sollen Vorwürfe von Insiderhandel verhindern.
Wedbush sieht Unterbewertung
Analysten von Wedbush bewerten die Lage optimistischer. Sie stuften die Aktie Anfang Juli auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 85 Dollar hoch. Die Experten halten das Unternehmen am Markt für schlichtweg missverstanden.
Operativ sammelt Kratos derweil neue Aufträge ein. Das Management meldete jüngst einen Vertrag über 36 Millionen Dollar für ein Raketenabwehrsystem. Das folgt auf einen Großauftrag der U.S. Space Force im Volumen von rund 447 Millionen Dollar aus dem April. Das Unternehmen agiert dort als Hauptauftragnehmer für Bodenmanagement-Systeme.
Blick auf August
Im August 2026 stehen die nächsten Quartalszahlen an. Dann muss der Vorstand Fortschritte bei der Produktion der Valkyrie-Drohnen vorweisen. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr bleibt das zentrale Signal für den Markt. Zudem beobachten Marktteilnehmer genau, ob das aktuelle Niveau um 40 Euro als dauerhafte Unterstützung hält.
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