Kratos Defense Aktie: Paradoxe Reaktion

Trotz eines massiven US-Rüstungshaushalts und eines technischen Meilensteins bei der Weltraumabwehr verliert die Kratos-Aktie deutlich. Die Branche profitiert von steigenden Auftragszahlen.

Die Kernpunkte:
  • US-Kongress genehmigt 839 Milliarden Dollar für Verteidigung
  • Kratos schließt kritische Designprüfung erfolgreich ab
  • Aktienkurs fällt trotz positiver Fundamentaldaten
  • Branche verzeichnet starkes Wachstum bei Starts

Der US-Kongress hat den Weg für das Pentagon-Budget 2026 freigemacht und pumpt 839 Milliarden US-Dollar in die Rüstungsindustrie. Mitten in diesem milliardenschweren Förderzyklus meldet Kratos Defense einen technologischen Durchbruch bei der Weltraumabwehr. Doch während die Branche von neuen Großaufträgen träumt, reagierte der Aktienmarkt am Freitag überraschend unterkühlt auf die Nachrichtenlage.

Milliarden für die Abwehr der Zukunft

Die nun genehmigten US-Bundesausgaben setzen klare Schwerpunkte bei zukunftsweisenden Verteidigungstechnologien. Allein 2,2 Milliarden US-Dollar sind gezielt für die Abwehr von Hyperschallwaffen reserviert, während weitere 5,6 Milliarden US-Dollar in abfangbasierte Netzwerke im Weltraum fließen. Ein besonderes Schwergewicht bildet die neue „Golden Dome“-Initiative: Diese sieht 24,4 Milliarden US-Dollar für die Raketenabwehr vor – ein Bereich, in dem spezialisierte Dienstleister wie Kratos eine zentrale Rolle spielen.

In diesem Umfeld gelang dem Unternehmen ein wichtiger Meilenstein. Kratos hat die kritische Designprüfung (Critical Design Review) für die Space Development Agency erfolgreich abgeschlossen. Dieser technische Erfolg ist Voraussetzung dafür, dass aus theoretischen Entwürfen reale Hardware für das US-Militär werden kann. Können diese massiven staatlichen Investitionen und technologischen Erfolge den jüngsten Abwärtstrend der Aktie kurzfristig stoppen?

Ein Sektor unter Volldampf

Der gesamte Luft- und Raumfahrtsektor befindet sich derzeit in einer Phase massiv steigender operativer Volumina. Im Jahr 2025 lizensierte die US-Luftfahrtbehörde FAA insgesamt 205 kommerzielle Starts – ein deutlicher Anstieg von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Dynamik spiegelt sich auch bei den Wettbewerbern wider: V2X sicherte sich Anteile an einem 25-Milliarden-Dollar-Vertrag, während Unternehmen wie Redwire prall gefüllte Auftragsbücher von über 411 Millionen US-Dollar melden.

Trotz dieser fundamentalen Unterstützung und des robusten Branchenwachstums stand die Kratos-Aktie zuletzt unter Druck. Am Freitag sackte das Papier um 6,53 Prozent auf 72,96 Euro ab. Damit setzt sich die Korrektur der letzten Wochen fort; vom 52-Wochen-Hoch Mitte Januar bei 112,75 Euro hat sich der Titel inzwischen um rund 35 Prozent entfernt.

Mit einem Kursplus von fast 189 Prozent auf Zwölfmonatssicht bleibt die Aktie trotz des jüngsten Rücksetzers ein langfristiger Outperformer im Sektor. Die nun gesetzlich verankerten Milliardenbudgets für Hyperschall- und Weltraumabwehr bilden ein stabiles Fundament für die anstehenden Auftragsvergaben im restlichen Geschäftsjahr 2026.

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