Kratos Defense Aktie: Q1-Umsatz 371 Millionen übertrifft
Rüstungskonzern Kratos erhält Großauftrag für Raketenabwehr und übertrifft Quartalserwartungen. Analysten sehen Kurspotenzial von 70 Prozent.

- Exklusivauftrag für Raketenabwehrsystem
- Umsatz steigt um 22,6 Prozent
- Analysten sehen 70 Prozent Kurspotenzial
- Aktie erreicht fast 50-Tage-Linie
Der Rüstungskonzern sichert sich einen 36-Millionen-Dollar-Auftrag für ein neues Raketenabwehrsystem. Die Aktie reagiert mit einem Sprung von knapp 20 Prozent innerhalb einer Woche.
CEO Eric DeMarco nennt die steigende Nachfrage im Verteidigungssektor als Treiber für den vollen Auftragsbestand. Der Vertrag wurde als Einzelvergabe an Kratos vergeben – ohne Wettbewerb. Das unterstreicht die exklusive Position des Unternehmens in diesem Segment.
Starke Quartalszahlen untermauern den Trend
Der Auftrag reiht sich in eine Serie positiver Meldungen ein. Im ersten Quartal erzielte Kratos einen Umsatz von 371 Millionen Dollar. Das sind 22,6 Prozent mehr als im Vorjahr und deutlich mehr als die erwarteten 345 Millionen. Der Gewinn je Aktie lag mit 0,16 Dollar ebenfalls über der Konsensschätzung von 0,13 Dollar.
Analysten von Wedbush stufen die Aktie mit „Outperform“ ein und setzen ein Kursziel von 85 Dollar. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 70 Prozent. Die Experten sehen Kratos als „Gewinner der Verteidigungstechnologie“.
Bewertung und technische Signale
Trotz der jüngsten Rally ist der Kurs nicht unumstritten. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 325. Der Markt preist damit enormes Wachstum ein. Gleichzeitig notiert die Aktie mit 48,90 Euro rund 57 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 114 Euro aus dem Januar 2026.
Technisch betrachtet hat der Kurs seine 50-Tage-Linie bei 48,84 Euro fast exakt erreicht. Der nächste Widerstand liegt bei rund 52 Euro. Der kurzfristige RSI von 53,8 signalisiert weder Überkauft- noch Überverkauft-Situation.
Ausblick und Risiken
Die US Air Force startet das CAMP-Programm für kostengünstige Boden-Luft-Raketen. Kratos gilt als möglicher Nutznießer. Die Angebotsfrist endet Anfang August.
Finanzvorstand Deanna Lund verkaufte Anfang Juli 5.000 Aktien zu je 52,85 Dollar. Der Verkauf erfolgte im Rahmen eines vorgegebenen Handelsplans. Sie hält noch 285.405 Anteile. Das spricht nicht zwingend für Pessimismus – aber es signalisiert auch keine Dringlichkeit zu kaufen.
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