Kratos Defense: Space-Force-Vertrag über $446,8 Millionen

Kratos Defense präsentiert am 6. Mai Quartalszahlen. Analysten richten den Blick auf die Umsatzentwicklung im Hyperschallgeschäft.

Die Kernpunkte:
  • Quartalszahlen am 6. Mai 2026
  • Hyperschall-Umsatz als Schlüsselindikator
  • Auftragsbestand bei 1,57 Milliarden Dollar
  • Cashflow bleibt angespannt

Am 6. Mai legt Kratos Defense & Security Solutions seine Quartalszahlen vor. Der Zeitpunkt ist heikel: Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 21 Prozent verloren und notiert mehr als 50 Prozent unter ihrem Januar-Hoch.

Ehrgeizige Ziele, schwieriges Umfeld

Das Management hat für das Gesamtjahr 2026 einen Umsatz zwischen 1,595 und 1,675 Milliarden Dollar angepeilt — organisches Wachstum von bis zu 18,5 Prozent gegenüber 2025. Für das erste Quartal liegt die Zielvorgabe bei 335 bis 345 Millionen Dollar. Das operative Ergebnis vor Sonderposten soll dabei 25 bis 30 Millionen Dollar erreichen.

Das Unternehmen selbst bezeichnete Q1 als das schwächste Quartal des Jahres. Grund: verzögerte Mittelfreigaben durch den Continuing Resolution Act und den Regierungsstillstand. Die im Februar abgeschlossene Nomad-Akquisition ist in der Prognose bereits enthalten.

Hypersonics als Wachstumsmotor

Der meistbeachtete Posten am 6. Mai wird der Hypersonics-Umsatz sein. Kratos hat 120 Triebwerke der Typen Spartan Zeus und Oriole in den Büchern, Auslieferungen beginnen im dritten Quartal. Für 2026 plant das Unternehmen eine Verdopplung der Hypersonics-Erlöse auf rund 400 Millionen Dollar — 2027 sollen es bereits etwa 700 Millionen werden.

Um dieses Tempo zu halten, investiert Kratos massiv in neue Produktionsanlagen in Maryland, Indiana und Birmingham. Das Investitionsbudget für 2026 liegt bei 135 bis 145 Millionen Dollar.

Drohnen, Space Force und ein voller Auftragsbestand

Parallel läuft die Drohnensparte an. Kratos hat die erste Flugserie der Mk1 Firejet abgeschlossen — eine Version mit J85-Triebwerk, entwickelt gemeinsam mit dem U.S. Army Target Systems Management Office. Das Unternehmen positioniert sich damit als erster Anbieter eines taktischen Jetdrohnen unter der 500.000-Dollar-Marke.

Hinzu kommt ein frischer Großauftrag: Die U.S. Space Force hat Kratos als Hauptauftragnehmer für das Programm „Resilient Missile Warning and Tracking“ ausgewählt. Der Vertrag hat einen potenziellen Gesamtwert von 446,8 Millionen Dollar — vorausgesetzt, alle Optionen werden gezogen. Das System soll hypersonische Gleitflugkörper und manövrierende ballistische Raketen verfolgen. Der Gesamtauftragsbestand liegt inzwischen bei rund 1,57 Milliarden Dollar.

Cashflow bleibt der Knackpunkt

Das Orderbuch ist voll. Der Cashflow hinkt nach. Im vierten Quartal 2025 stiegen die Forderungsreichweite auf 121 Tage — ausgelöst durch höhere Lagerbestände und verzögerte Zahlungen der öffentlichen Hand. Management erwartet eine Verbesserung erst für 2027 und 2028, wenn die Produktionsrampen ausgereift sind.

Bis dahin bleibt das Timing staatlicher Mittelfreigaben das zentrale Risiko. Die Zahlen am 6. Mai werden zeigen, wie weit Kratos auf dem Weg dorthin tatsächlich ist.

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