Krones Aktie: EcoVadis verleiht erstmals Platin
91 EcoVadis-Punkte bringen Krones erstmals Platin; Investitionssorgen und gedämpfte Wachstumsaussichten belasten den Aktienkurs.

- Erstmals EcoVadis-Platin mit 91 Punkten
- Aktie seit Jahresbeginn 21 Prozent niedriger
- Kepler Cheuvreux hebt Bewertung auf Hold
- Krones bündelt Prozesstechnik unter neuer Marke
Mit 91 von 100 Punkten hat sich der Abfüll- und Verpackungsanlagenhersteller Krones am Montag erstmals die Platin-Medaille der Ratingagentur EcoVadis gesichert. Nach Unternehmensangaben verbesserte sich der Konzern gegenüber den 80 Punkten des Vorjahres deutlich und zählt damit zu den besten ein Prozent von mehr als 150.000 weltweit bewerteten Betrieben.
Doch während der MDAX-Konzern bei Umwelt- und Nachhaltigkeitsstandards Spitzenwerte vorweist, spiegelt das Börsenparkett eine spürbare Vorsicht der Investoren wider.
An der Börse notiert der Anteilsschein aktuell bei 106,40 Euro. Seit dem Jahresbeginn summiert sich das Minus im Kurszettel auf 21 Prozent, womit sich das Papier unweit seines 52-Wochen-Tiefs von 103,80 Euro bewegt.
Gedämpfte Wachstumserwartungen belasten
Hinter der Kursschwäche stehen vor allem Sorgen über das Investitionsklima in der Getränkeindustrie. Analyst Benjamin Thielmann von Bernstein Research stufte den Titel am 23. September mit „Market-Perform“ und einem Kursziel von 111 Euro ein.
Als wesentlichen Belastungsfaktor nannte er zurückhaltende Investitionen von Getränkeherstellern und Abfüllbetrieben infolge steigender Kosten, die sich insbesondere im bedeutsamen Markt Asien-Pazifik bemerkbar machten. Vor diesem Hintergrund dämpfte das Haus die Erwartungen an das Umsatz- und Auftragswachstum für 2027 und sah das Umsatzziel für 2028 gefährdet.
Etwas Entlastung brachte wenige Tage später eine Neubewertung durch Kepler Cheuvreux. Analyst Hans-Joachim Heimbürger stufte das Papier am 28. September von „Reduce“ auf „Hold“ herauf und strich den Titel von der unternehmenseigenen Liste der am wenigsten favorisierten Investitionsgüterwerte. Er verwies dabei auf gesunkene Bewertungsrisiken nach den vorangegangenen Kursverlusten.
Gleichzeitig blieben jedoch auch in seiner Analyse die konjunkturbedingte Kundenzurückhaltung im dritten Quartal sowie strukturelle Bedenken bezüglich der Preismacht als Herausforderungen bestehen.
Operative Bündelung und Blick auf Q3
Operativ treibt das Unternehmen die Weiterentwicklung seines Portfolios voran. Am 29. September kündigte Krones an, seine Prozesstechnik-Kompetenzen künftig unter der gemeinsamen Leistungsmarke „Krones Processing“ zu bündeln, um das Angebot für Kunden übersichtlicher zu gestalten.
Zudem stellte der Konzern am 28. September ein neues Contipure-D-Modul für die aseptische Preform-Sterilisation vor, dessen mehrstufiges Design eine höhere Ausbringung bei flexiblen Sterilisationszeiten vorsieht.
Aufschluss über die reale Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Jahresviertel erwarten Marktteilnehmer am 6. November. An diesem Tag plant Krones die Veröffentlichung der Quartalsmitteilung zum 30. September 2026 samt einer Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des dritten Quartals.
Stand heute, 7. Oktober: Krones – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Krones investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 7. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.




