Krones ist weiter profitabel, trotzdem Schluss mit der Rallye?

Konkurrenz belebt das Geschäft, so sagt der Volksmund. Viele Unternehmen fühlen sich diesem Druck aber zunehmend machtlos gegenüber. Wer dann nicht am Ball bleibt, hat verloren.

 

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Nicht verloren hat Krones. Das bayerische Unternehmen gehört zu den führenden Herstellern in der Verpackungs- und Abfülltechnik.

 

Jahresauftakt ist Krones gelungen

Der Start in das laufende Geschäftsjahr verlief gut. So konnten die Bayern ihren Umsatz gegenüber dem Quartal des Vorjahres um 5,1% auf knapp 739 Mio. Euro steigern. Beim Auftragseingang erreichte Krones eine Steigerung um 6,5% gegenüber dem Vorjahr auf 787 Mio. Euro. Der Auftragsbestand belief sich auf 1,127 Mrd. Euro und damit 4,5% höher als zum Ende des Jahres 2014.

Maßnahmen aus dem laufenden Strategieprogramm „Value“, durch welches die Effizienz erhöht werden soll, zeigten bereits ihre Wirkung. So verbesserte Krones das EBT um 16,5% auf 50,2 Mio. Euro. Die entsprechende Marge konnte von zuvor 6,1% auf 6,8% gesteigert werden.

Insgesamt betrug das Konzernergebnis nach Steuern 35 Mio. Euro und damit ein Plus von 17,1%. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,11 Euro nach 0,95 Euro im Vorjahr.

 

Krones setzt auf das Ausland

Die Quartalsergebnisse waren sehr gut. Aber: Verdient wird das Geld hauptsächlich im Ausland. Spürbar sei der anhaltende Preisdruck. Hier rechnet Krones auch nicht einer anhaltenden Besserung der Situation.

Daher setzt Krones mehr und mehr auf neue Lieferanten, Materialeinkauf außerhalb von Deutschland und weiterhin Verbesserungen in der internen Struktur. Das größte Wachstum sieht Krones in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Denn:

Hier steigen immer mehr Menschen in die Mittelschicht. Dies bedeutet mehr Wohlstand und führt immer mehr dazu, dass diese Menschen abgepackte Getränke und Lebensmittel kaufen. Davon profitiert dann der Konzern. Bereits jetzt werden 60% der Erlöse in diesen Regionen erzielt.

 

Afrika führt bei Krones die Liste an

Am stärksten entwickelte sich das Wachstum zuletzt in Afrika, Arabien und in der Region Asien/Pazifik. Hier vor allem in China. Dort erwartet Krones für die kommenden zwei Jahre ein Stagnieren des Wachstums, mittel- bis langfristig jedoch bleibe es eines der wichtigsten Märkte.

Europa und Nordamerika können da leider nicht mithalten. In diesen Märkten gab es kaum Wachstum beim Getränkekonsum. Krones setzt daher hier mehr und mehr auf neue Verpackungen, die man mit einfacheren Techniken direkt bedrucken kann. Für Russland erwartet Krones aufgrund der anhaltenden Krise größere Einbußen als bisher.

Insgesamt will Krones den Umsatz im Geschäftsjahr 2015 um 4% steigern. Die EBT-Marge soll 6,8% erreichen. Mittelfristig besteht das Ziel, die Marke von 7% knacken.

 

Ist die Rallye der Aktie von Krones vorbei?

Im Oktober letzten Jahres begann die Rallye der Aktie von Krones. Diese mündete in einem kürzlich erreichten Jahreshoch bei 103,45 Euro Mitte April. Das war eine Steigerung von ca. 63% gegenüber dem Kurs von Oktober.

Im Anschluss an das neue Hoch und die Bekanntgabe der Zahlen setzten einige Gewinnmitnahmen ein. Dadurch sank der Kurs auf aktuell 98,76 Euro. Wie auf dem Chart zu erkennen, bewegt sich der Aktienkurs von Krones jedoch weiterhin in dem aufgezeigten Trendkanal sowie entschieden über der gleitenden 100- und 200-Tage-Linie.

150504 Krones

Wir empfehlen Krones zum weiteren Halten in Ihrem Depot. Sollte es wider Erwarten zu einer weiteren Schwäche im Aktienkurs und ein Fallen der Papiere unter 94 Euro kommen, kann auch neu gekauft werden.

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