K+S: Gewinnziel für Salz-Sparte bleibt bestehen – Aktie vor Break?

Seit einigen Tagen hat der Winter nun ganz Deutschland im Griff. Das ist die passende Zeit, dass sich auch der Düngemittel- und Salzproduzent K+S wieder zu Wort meldet. Konkret geht es dabei um die weiteren Prognosen der Salz-Sparte, die insbesondere von entsprechenden saisonalen Wetterbedingungen abhängig ist.

© K+S

Wie das K+S-Vorstandsmitglied Mark Roberts sagte, ist die Salz-Sparte des Unternehmens auf gutem Weg, das Ziel für den operativen Gewinn in der Sparte zu erreichen. Bereits im Januar 2014 hatte K+S diesbezüglich das Langfristziel ausgegeben, bis 2020 das operative Ergebnis, das im Unternehmen so genannte EBIT I, auf mehr als 250 Millionen Euro zu steigern.

K+S will Gewinn auch unter „normalen“ Bedingungen steigern

Dieses Ziel mag auf den ersten Blick verwundern. Denn bereits 2015 hatte die Sparte ein EBIT I von rund 266 Millionen Euro ausweisen können. Der Unterschied liegt in den saisonalen Einschätzungen. Während das hervorragende Ergebnis 2015 auf einen besonders strengen Winter in Nordamerika zurückgeführt wurde, soll das Langfristziel auch unter normalen Witterungsbedingungen erreicht werden. Dennoch:

Ohne konkret zu werden, stellte der Unternehmenssprecher in Aussicht, dass K+S innerhalb seiner Salz-Sparte auch im vergangenen Jahr ein bereinigtes Ergebnis über dem eigenen Plan erreicht hat.

Aktie stößt nun nach Rallye auf wichtigen Widerstand

Diese neuen Zahlen sind eine gute Vorlage auch für die Aktie. Diese konnte nach geradezu dramatischen Kursverlusten in 2015 und großen Teilen von 2016 seit dem Beginn des vierten Quartals wieder an Boden gewinnen. Was am Ende auch damit zusammenhängt, dass man zuletzt wieder behördliche Genehmigung erhalten hatte, Salz-Abwässer im Boden zu versenken. Damit können nun vorangegangene Betriebsstilllegungen wieder aufgehoben werden.

Allerdings dürfte die Fortsetzung der Erholung kein Selbstläufer sein. Das resultiert schon aus der aktuellen Charttechnik. Denn im Bereich von 23 Euro stößt die Aktie an einen hartnäckigen Widerstand, der durch entsprechende Tests Ende 2015 und Mitte 2016 gebildet wurde. Für einen aussichtsreichen Break muss K+S operativ noch mehr in die Waagschale werfen. Das gilt insbesondere für den Düngemittel-Bereich.

Mitte März wird K+S seinen Geschäftsbericht für 2016 präsentieren. Zuvor gibt es noch einige Analystenkonferenzen, die eventuell positive Impulse liefern könnten. Anleger sollten hier allerdings abwarten, ob der Durchbruch tatsächlich gelingt, ehe investiert wird. Wir würden hier dazu raten, erst oberhalb von 24 Euro zu investieren.

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