K+S: Greift Potash nun zu Tricks?

Das dürfte in den nächsten Stunden eine ganz schwierige Ausgangslage werden. Denn die Aktie des Kali- und Streusalzproduzenten K+S kratzte heute bereits wieder an der Marke von 36 Euro. Das ergibt für Anleger eine mehr als undurchsichtige Situation. Noch einmal zusammengefasst:

 

© K+S
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Die kanadische Potash bietet derzeit 41 Euro je Aktie für K+S. Das deutsche Unternehmen selbst hat das bisherige Angebot als viel zu niedrig abgelehnt. Dies mit dem Hinweis, dass insbesondere die zukünftigen Erträge aus der neuen kanadischen Kali-Mine (Legacy-Projekt) nicht mit einberechnet sein. Wären sie dies, würden sich Übernahmegespräche erst ab einem Preisangebot von mindestens 50 Euro je Aktie lohnen.

Das ist Potash – zumindest im Augenblick – viel zu viel. Zwar hüllt man sich derzeit offiziell in Schweigen.

Doch hinter den Kulissen wird eifrig kommuniziert, dass man nie und nimmer über 50 Euro plus reden würde. Deshalb haben die berühmten informierten Kreise auch Zeitungsberichten widersprochen, dass Potash schon an einer Erhöhung des Angebotes arbeite.

 

Zu welchen Tricks Potash bei K+S jetzt greifen könnte?

Das bringt nun die Aktie von K+S in eine knifflige Situation. Denn es stehen letztlich 3 Szenarien zur Auswahl:

 

  1. Potash bleibt bei den 41 Euro, vielleicht auch ein bisschen mehr, und versucht, eine Mehrheit direkt am Markt aufzukaufen. Das hätte durchaus Aussicht auf Erfolg, da der Streubesitz von K+S bei satten 95% liegt. Für die Aktie wäre dies noch einmal ein interessantes Potenzial von aktuell rund 12%.
  2. Potash erhöht deutlich über die 41 Euro und löst damit eine weitere Stufe der K+S-Spekulation aus. Wer engagiert ist, könnte sich freuen.
  3. Potash resigniert und bläst die Übernahme ab. Dann würde die Aktie von K+S deutlich redimensioniert werden. Wobei wir hier mit Kursen um die 32 Euro als Korrekturziel rechnen würden.

 

K+S riskiert eine Korrektur

Die Frage ist, ob K+S bei weiterem Zögern von Potash solch eine Korrektur bereits vorwegnimmt. Denn auch bei komplizierten Übernahmen gibt es so etwas wie ein Opportunitäten-Fenster, das sich irgendwann schließt. So besteht die Gefahr, dass, wenn K+S die aktuelle Unterstützung bei 36 Euro nach unten hin durchbricht, weitere Anschlussverkäufe folgen.

K+S-08-07-15

Wobei absolut nicht klar ist, ob das nicht am Ende doch Potash umso mehr anlocken könnte, um ausreichend Anteile einzusammeln. Und das sogar günstiger als das offizielle Angebot.

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