K+S: Kann es der Neue richten?

Beim Dünger- und Salzproduzenten K+S löste wahrlich eine Schlagzeile die nächste ab. Ruhe kehrte damit nicht in das Unternehmen ein. Der kürzlich in den MDAX abgestiegene Konzern musste sich dabei nicht nur gegen den Übernahmeversuch der kanadischen Potash im vergangenen Jahr wehren.

K+SDie Anleger von K+S äußerten erst in der Hauptversammlung Kritik am Management und zeigten sich mit der Entwicklung des Aktienkurses seit der gescheiterten Übernahme unzufrieden. Die Konzernführung verteidigte jedoch ihre Entscheidung dahingehend, dass das Angebot von Potash „nicht den fundamentalen Wert“ widergespiegelt habe.

K+S: Verfahren wurde eingestellt

Dazu kam eine Anklage gegen Manager von K+S mit dem Vorwurf, dass der Konzern Trinkwasser mit Salzabwasser verunreinigt haben soll. Das Verfahren wurde jedoch mangels Tatverdacht letztlich eingestellt.

Amtierender Finanzvorstand übernimmt das Ruder

Nun verkündete der Konzern einen Wechsel im Vorstand. Der amtierende Vorstandschef Norbert Steiner geht im kommenden Jahr in den Ruhestand. Seinen Platz wird ab Mai 2017 der amtierende Finanzvorstand Burkhard Lohr übernehmen.

Kanada-Projekt wird vorangetrieben

Zugleich wurde verkündet, dass man die Ausbaupläne für die neue Kalimine in Kanada weiter vorantreiben wird. Bis zum Ende des kommenen Jahres soll die Mine des Projektes „Legacy“ eine Jahreskapazität von 2 Mio. Tonnen Kali erreichen.

Im letzten Monat war bei einem Testlauf ein Prozessbehälter abgestürzt. Dadurch wurden andere Anlagen und Rohrleitungen zerstört, was zu einer Verzögerung beim Produktionsanlauf geführt hatte. „Legacy“ steht für die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte von K+S mit einem Volumen von rund 3 Mrd. Euro.

© K+S
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