K+S mit Ergebniseinbruch

K+S hatte im letzten Geschäftsjahr einen herben Ergebniseinbruch zu verzeichnen. Das Unternehmen litt unter niedrigen Preisen und einem milden Winter. Das Ergebnis lag am Ende der Erwartungen. Der Aktienkurs fiel am Donnerstag und die Dividende schrumpft.

Der Umsatz von K+S sank aufgrund von niedrigen Durchschnittspreisen im Gesamtjahr um 17 % auf 3,5 Mrd. Euro. Außerdem belasteten Einschränkungen in der Produktion im Werk Werra mit etwa 200 Mio. Euro und ein milder Winter das Geschäft.

K+S mit Minuszahlen

Das operative Ergebnis sank deutlich auf 229 nach noch 782 Mio. Euro im Jahr zuvor. Die Planungen des Unternehmens hatten zuletzt bei rund 200 bis 260 Mio. Euro gelegen. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern belief sich auf 131 nach 542 Mio. Euro, das ist ein Minus von 76 % gegenüber 2015. Und auch im vierten Quartal schrieb das Unternehmen aus Kassel im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte wieder rote Zahlen.

„Den erheblichen Herausforderungen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte stand im vergangenen Jahr ein kraftvolles Salzgeschäft gegenüber. Dies ist ein eindrucksvoller Beleg für die Stimmigkeit unserer Zwei-Säulen-Strategie und für die Stärke der K+S Gruppe. So konnten wir trotz widriger Rahmenbedingungen ein operatives Ergebnis von 229 Mio. Euro erwirtschaften“, erläuterte der K+S Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner die Zahlen.

Dividende wird gekürzt

Natürlich bleibt auch die Dividende unter den Erwartungen. Da der Konzern seine Kapitalkosten erwirtschaften konnte, sinkt die Dividende für 2016 je Anteil auf 0,30 Euro. Im Vorjahr flossen noch je Aktie 1,15 Euro in die Taschen der Anteilseigner.

Verhalten optimistisch für 2017

Laut Schätzungen sollen der Umsatz und die operativen Ergebnisse von K+S im Geschäftsjahr 2017 spürbar über denen des Vorjahres liegen. Nicht auszuschließende Produktionseinschränkungen in längeren Perioden von Niedrigwasser in der Werra könnten jedoch zu erheblichen Abweichungen von dieser Einschätzung führen, ließ das Management verlauten.

„In diesem Jahr wird die Produktion an unserem wichtigen Werk Werra noch nicht ganz ,rund‘ laufen. Durchschnittliche Witterungsbedingungen für den Rest des Jahres vorausgesetzt, dürfte das operative Ergebnis der K+S Gruppe in diesem Jahr trotzdem spürbar ansteigen. Ab 2018 wird sich die Situation an der Werra deutlich entspannen, da wir durch die Inbetriebnahme der neuen KKF Anlage die Abwassermenge um rund 20 % weiter senken werden“, so Steiner weiter.

Zudem wird unter der Annahme durchschnittlicher Witterungsverhältnisse für den Rest des Jahres in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte mit einer deutlich höheren Absatzmenge gerechnet.

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