K+S: Verschärft sich hier der Abwärtstrend?

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S spaltet die Gemüter. Der Aktienkurs liegt seit Monaten in einem stark ausgeprägten Abwärtstrend und es geht die Befürchtung bei den Marktteilnehmern um, dass sich diese Abwärtsbewegung weiterhin verschärfen könnte.

 

© K+S
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Zum Teil sieht das auch ein Großteil der Analysten so, aber eben nur zum Teil. Einigkeit in der Bewertung von K+S herrscht hier keineswegs. Empfehlungen der Experten bezüglich der Aktie reichen von Kaufen über Halten bis Verkaufen, wobei das durchschnittliche Kursziel bei 24,12 Euro und damit noch deutlich über dem aktuellen Kurs liegt.

Damit zeigt sich auch die Anlegerseite verunsichert. Zum einen lädt der derzeit niedrige Kurs geradezu zu einem Einstieg ein, auf der anderen Seite stellt sich der Rohstoffmarkt gerade alles andere als stabil dar und leidet weiter unter dem Preisverfall.

 

Vorstand bleibt optimistisch

Konzernchef Norbert Steiner gab dem Dow Jones Newswires nun ein Interview und zeigt darin deutlich seinen Optimismus. In vier Wochen wird K+S die Ergebnisse für das vergangene Geschäftsjahr bekannt geben. Im Vorfeld hierzu bestätigte Steiner jedoch die Prognose für das operative Ergebnis (780 bis 830 Mio. Euro) und rechnet damit, dass mindestens das untere Ende der Prognosespanne erreicht werden dürfte.

Zugleich kündigte er an, dass der Konzern für das Jahr 2015 eine deutlich höhere Dividende an die Aktionäre zahlen will. Zwischen 40 bis 50% des bereinigten Nettoergebnisses sollen danach ausgeschüttet werden unter der Voraussetzung, dass auf der Hauptversammlung einem entsprechenden Vorschlag zugestimmt wird.

 

Konkurrent Potash am Boden?

Ganz anders sieht es dagegen beim Konkurrenten Potash aus. Hier wurde für das vergangene Geschäftsjahr ein deutlicher Gewinnrückgang bekannt gegeben. Zugleich sind Stellenstreichungen für Potash derzeit ein Thema, einige Minen wurden bereits stillgelegt und zu allem Übel droht den Aktionären auch noch die Kürzung der Dividende.

 

Soll man jetzt einsteigen?

Die Aktie von K+S steht auch weiterhin unter erheblichem Druck, was letztlich dazu führen könnte, das der Konzern den DAX verlassen muss. Vorstandschef Steiner sieht es als große Herausforderung an, die Kriterien für die weitere Mitgliedschaft im DAX unter den derzeitigen Bedingungen erfüllen zu können. Allerdings ließ er auch durchblicken, dass auch eine Notierung im MDAX kein Manko für K+S darstellen dürfte.

Auch wenn sich die Preise für Kaliumchlorid seit dem dritten Quartal weiter deutlich in einer Abwärtsspirale bewegen, so verfügt K+S jedoch über ein weitaus größeres Portfolio und hebt sich dadurch von der Konkurrenz deutlich ab.

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Zu einem Einstieg würden wir zum jetzigen Zeitpunkt dennoch nicht raten. Sollte sich der Kurs wieder in Richtung 21,00 Euro erholen können, wäre ein Einstieg mit entsprechender Absicherung unter spekulativen Gesichtspunkten neu zu diskutieren.

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