KTG Energie mit zweistelligen Zuwächsen, wer profitiert mehr: Anleihe oder Aktie?

Der Biogasanlagen-Betreiber KTG Energie hat seine Zahlen für das erste Halbjahr vorgelegt. Und dabei ein sehr ordentliches Wachstum offenbart, das am Kapitalmarkt ankommen dürfte. Denn das Unternehmen, das als Tochter zum Agrarkonzern KTG Agrar gehört, konnte sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Gewinn um einen zweistelligen Prozentsatz zulegen.

 

© KTG Energie
© KTG Energie

Das Hamburger Unternehmen, das schwerpunktmäßig Biogasanlagen in Mecklenburg-Vorpommern. Brandenburg und Sachsen-Anhalt betreibt, konnte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres den Umsatz um 14% auf 36,6 Mio. Euro steigern.

 

KTG Energie mit zweistelligen Zuwachsraten

Mit etwa gleicher Dynamik legte auch der operative Gewinn zu. Hier erreichte das Unternehmen auf Basis EBIT einen Zuwachs um 13% auf 6,3 Mio. Euro. Beim EBITDA, also ohne Zinsen, Steuern und Abschreibungen, erreichte KTG Energie sogar ein Wachstum um 20% auf 11.9 Mio. Euro.

Auf Basis dieser Zahlen bestätigte Vorstandschef Thomas Berger auch die bisherigen Geschäftsprognosen für das laufende Jahr. So rechnet man mit einem Gesamtumsatz von 80 Mio. Euro und einem EBITDA von über 25 Mio. Euro. Das entspräche, bezogen auf die Vorjahresergebnisse, einem Umsatzzuwachs von mindestens 12,8% und einem EBITDA-Plus von mindestens 13,6%.

 

Anleihe vor Aktie

Interessant dabei: Normalerweise reagieren am Kapitalmarkt die Aktien weitaus dynamischer auf solche Ausblicke. Doch im Fall von KTG Energie ist es derzeit eher die ausstehende Anleihe, die für Aufmerksamkeit sorgt. Denn während die Aktie derzeit eher in einer Seitwärtsbewegung gefangen ist, konnte die bis 2018 laufende Anleihe zuletzt deutlich Boden gewinnen.

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Doch muss das nicht überbewertet werden, da der Markt für die Anleihe generell sehr eng ist. Aber es ist ein Indiz, dass hier derzeit die Schuldpapiere mehr bevorzugt werden. Bei einer Rendite auf Fälligkeit von derzeit knapp 4,5% auch keine Überraschung.

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