KUKA: Bahnt sich jetzt eine Lösung an?

Das Interesse der chinesischen Midea an dem Roboter- und Anlagenbauer KUKA sorgte für einige Diskussionen und rief auch deutsche Politiker auf den Plan.

© Kuka
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So wollten beispielsweise der Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und der EU-Kommissar Günther Oettinger die Offerte der Chinesen mit einem europäischen Konsortium abwehren, um so den Abfluss von Know-how zu verhindern.

KUKA: Will Midea nicht die Mehrheit?

Nach einem Bericht im „Handelsblatt“ unter Berufung auf Verhandlungskreise soll es in der Bundesregierung jedoch inzwischen Signale geben, dass Midea nicht mehr als 49% an dem deutschen Unternehmen halten möchte. Auch ein deutscher Ankeraktionär soll im Spiel sein. Laut Angaben in diesem Bericht soll sich auch der Konzernchef von KUKA mit dieser Lösung wohl anfreunden können.

Eine Stellungnahme des Konzerns und auch aus dem Bundeswirtschaftsministerium gab es bisher dazu nicht.

Chinesen bleiben optimistisch

Midea ist weiterhin zuversichtlich, mit seinem Übernahmeangebot erfolgreich zu sein. Hier zeigte man sich lediglich überrascht von dem Widerstand gegen das Angebot, da nach Meinung des Konzerns die Wachstumsaussichten der Deutschen in China entsprechendes Potenzial bieten und auch eine politische Einflussnahme nicht zu befürchten sei.

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Auch wenn die Aktien des Unternehmens das Hoch bei knapp 115 Euro nicht halten konnten, liegen die Papiere dennoch mit über 105 Euro auf einem deutlich hohen Niveau und werden weiter von der Übernahmephantasie getragen. Analysten der Commerzbank bestätigten gestern ihre Halten-Empfehlung mit einem Kursziel von 115 Euro.

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