Kurseinbruch bei Sixt

Die Familie Sixt, Mehrheitseigner des Konzerns, trennte sich heute von etwas mehr als einer Millionen Aktien. Nun fragen sich die Aktionäre, ob sie es ihnen gleichtun sollten. Denn die Aktie verkraftete diesen Schritt am Mittwoch nicht besonders gut.

Der Wert stürzte heute im Laufe des Handels um 7,12% auf 104,40 Euro ab und war damit das Schlusslicht im SDAX. Trotzdem ist der Titel immer noch einer der erfolgreichsten des Index, denn im bisherigen Jahr hat die Aktie bereits rund 40 % Anstieg hinter sich.

Sixt-Familie gab keine Gründe für den Verkauf an

Warum die Gründerfamilie ihre Beteiligung am Autovermieter gesenkt hat, blieb bisher offen. Klar ist nur, dass die Vermögensverwaltung des Gründers Erich Sixt heute für insgesamt rund 103 Millionen Euro Aktien verkaufte. Somit wurde der Stimmrechtsanteil von 61,6 auf 58,3% abgesenkt. Die Familie bleibt also weiterhin Mehrheitsaktionär.

Marktteilnehmer vermuten, dass die Familie Sixt nach sehr gutem Kursverlauf der vergangenen Monate vielleicht einige Gewinne realisieren wolle. Zumindest hätten die Papiere jetzt einen höheren Streubesitz und wären damit gleichzeitig besser handelbar. Das macht die Aktie zunehmend attraktiv.

Wachstum von Sixt kann sich sehen lassen

Denn das Wachstum des Autovermieters kann sich wirklich sehen lassen. Besonders das wichtige und jüngst ausgebaute Auslandsgeschäft brummt. Zudem hob der Konzern die im März kommunizierten Jahresziele schon im April wieder an. Denn der Gewinn vor Steuern werde die 287 Millionen Euro des Vorjahres nicht nur leicht, sondern deutlich übertreffen, wie der Konzern mitteilte. Und auch der operative Umsatz soll steigen, er wird laut Unternehmensangaben nun deutlich über den 2,3 Milliarden Euro des Vorjahres erwartet.

Vielleicht ist der heutige Verkauf für Aktionäre eine Chance, neu bei Sixt einzusteigen und am boomenden Geschäft des SDAX-Konzerns zu partizipieren.

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