La Française de l’Energie Aktie: 49,6% Wasserstoff in 2.426 Metern

Rekordbohrung in Lothringen fördert natürlichen Wasserstoff mit hoher Konzentration zutage. Die Aktie reagiert mit einem deutlichen Kurssprung.

Die Kernpunkte:
  • Tiefste Wasserstoff-Bohrung der Geschichte
  • Wasserstoffgehalt steigt mit der Tiefe
  • EU fördert strategisches Energieprojekt
  • Aktie legt zweistellig zu

Die Bohrung PTH-2 im französischen Lothringen hat neue Maßstäbe gesetzt. Mit 3.655 Metern Tiefe ist sie die tiefste jemals gebohrte Sonde, die ausschließlich der natürlichen Wasserstoff-Exploration dient. Die Ergebnisse übertreffen die Erwartungen deutlich.

Die Messungen zeigen einen klaren Trend: Je tiefer die Sonde vordrang, desto höher die Konzentration. Bei 2.242 Metern Tiefe lag der Wasserstoffgehalt bei 36,1 Prozent. Bei 2.426 Metern waren es bereits 49,6 Prozent. Gemessen wurde mit der SYSMOG™-Sonde, die gemeinsam mit Solexperts für extreme Tiefenbedingungen entwickelt wurde.

Das Projekt läuft unter dem Namen REGALOR II. Es wird von der Region Grand Est und der EU über den Just Transition Fund unterstützt. Für Europa geht es um strategische Energie-Souveränität – natürlicher Wasserstoff benötigt keine externe Energie für seine Produktion.

Börse reagiert positiv

Die Aktie von La Française de l’Energie legte am Mittwoch um 12,40 Prozent auf 43,05 Euro zu. Damit nähert sie sich wieder dem 52-Wochen-Hoch von 47,35 Euro, das im März erreicht wurde. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp 38 Prozent zu Buche.

Anleger honorieren den Übergang von der Wissenschaft zur Industrie. Das Unternehmen positioniert sich als Technologieführer in einer völlig neuen Wertschöpfungskette.

Nächste Schritte: Zertifizierung und Produktion

Der Zeitplan ist ambitioniert. Bis 2027 soll die Zertifizierung der natürlichen Wasserstoff-Reserven abgeschlossen sein. Anschließend ist der Start der industriellen Produktion in Ostfrankreich für Ende 2028 oder Anfang 2029 geplant.

Das langfristige Ziel: das Lothringer Becken zu einem strategischen Wasserstoff-Hub ausbauen. Eine heimische, wettbewerbsfähige und saubere Energiequelle – ohne Umwege über Elektrolyse oder fossile Brennstoffe.

Parallel entwickelt das Unternehmen sein bestehendes Portfolio weiter: Grubengas-Rückgewinnung, Solarenergie und organisches Wachstum in Norwegen durch jüngste Akquisitionen. Der Anspruch bleibt, ein CO₂-negativer Energieproduzent zu sein.

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