LafargeHolcim erweitert die Verkaufsliste

Der weltweit größte Zementhersteller LafargeHolcim sitzt auf einem hohen Schuldenberg von ca. 18 Mrd. Franken. Um diese abzubauen, hatte der Konzern beschlossen, einige Geschäftsteile zu verkaufen. Damit wollte man bis Ende des Jahres eine Senkung auf rund 13 Mrd. Franken erreichen.

© LafargeHolcim
© LafargeHolcim

Jetzt kündigte der Zementriese jedoch an, dass noch mehr Geschäftsteile als ursprünglich geplant veräußert werden sollen. Wie Konzernchef Eric Olsen gegenüber der „Financial Times“ erklärte, ergab eine Überprüfung des Portfolios weitere Verkaufsmöglichkeiten in neun weiteren Ländern.

LafargeHolcim: Verkäufe auch über das Jahr hinaus

In Indien muss sich LafargeHolcim ohnehin aus kartellrechtlichen Gründen von seinen Werken trennen. Derzeit wird der Verkauf des Geschäftes in Sri Lanka geprüft und auch nach 2016 stehen weitere Verkäufe auf dem Programm.

Auftaktquartal verlief enttäuschend

Das Geld könnte der Konzern sicher gut gebrauchen. Neben dem hohen Schuldenberg verlief auch das erste Quartal dieses Geschäftsjahres alles andere als zufrieden stellend. Obwohl die Wetterbedingungen gut waren und die Energiepreise weiter auf einem niedrigen Niveau verharrten, fuhr das Unternehmen schlussendlich einen Verlust von 47 Mio. Franken ein. Das operative Ergebnis sank um 21,5% auf 824 Mio. Franken.

Ungeachtet dessen, übte sich die Konzernführung in Optimismus und erwartet für das Gesamtjahr eine Steigerung beim Ergebnis um mindestens einen hohen einstelligen Prozentsatz.

160613 Lafarge

Nachdem sich die Aktien bis zum Ende der vergangenen Woche wieder über der Marke von 44 Franken eingependelt hatten, ging es jetzt wieder deutlich nach unten. Heute liegt das Minus bereits bei mehr als 2%, womit sich die Papiere der Marke von 40 Franken deutlich nähern.

%d Bloggern gefällt das: