L’Air Liquide Aktie: KI-Chips treiben Umsatz

Elektronik und Einsparungen stützen Air Liquide; der Konzern bestätigte seine Margen- und Gewinnziele für 2026 und 2027.

Die Kernpunkte:
  • Elektronikgeschäft wuchs um zwölf Prozent
  • Vergleichbarer Umsatz legte um drei Prozent zu
  • Sparprogramm brachte 143 Millionen Euro Einsparungen
  • Erste Rückkauftranche über eine Milliarde Euro startet

Die Chipfertigung für künstliche Intelligenz zahlt sich für Air Liquide aus. Im dritten Quartal wuchs der Industriegase-Konzern stärker, als Analysten erwartet hatten, und das Management bekräftigte seine Ziele für 2026 und 2027.

Elektronik zieht, Anlagenbau bremst

Der Umsatz stieg um 10 Prozent auf 7,26 Milliarden Euro. Ein Großteil davon geht allerdings auf Energiepreis- und Währungseffekte zurück. Um diese und Portfolioeffekte bereinigt, lag das vergleichbare Wachstum bei 3,0 Prozent. Das ist mehr als im ersten Halbjahr.

Treiber war das Gasgeschäft, das vergleichbar um 3,6 Prozent zulegte. Die Sparte Elektronik wuchs um 12 Prozent, getragen von der starken Nachfrage der Halbleiterindustrie nach Gasen für KI-Chips. Das klassische Geschäft mit Industriekunden legte um 5 Prozent zu.

Schwächer lief es im Anlagenbau. Engineering & Technologies verlor 13,6 Prozent und kam auf 184 Millionen Euro Umsatz. Das Segment ist deutlich kleiner als das Gasgeschäft und bremste das Gesamtbild nur leicht.

Margenziel und Rückkauf

Der Vorstand hält an seinem Kurs fest. Für 2026 soll die operative Marge um einen Prozentpunkt steigen, der bereinigte Nettogewinn soll zu konstanten Wechselkursen wachsen. Auch 2027 peilt der Konzern einen Margenzuwachs um einen Prozentpunkt an. Über den Zeitraum von 2022 bis 2027 summiert sich das auf 5,6 Prozentpunkte.

Unterstützung kommt vom Sparprogramm. Im dritten Quartal sparte das Unternehmen 143 Millionen Euro, seit Jahresbeginn summieren sich die Einsparungen auf 441 Millionen Euro.

Aktionäre dürfen sich zudem auf Rückkäufe freuen. Air Liquide startet die erste Tranche des angekündigten Aktienrückkaufprogramms im Volumen von einer Milliarde Euro, die bis Ende Dezember abgeschlossen sein soll. Insgesamt sind bis Ende 2028 vier Milliarden Euro vorgesehen.

Mit der ersten Tranche liegt der Zeitplan damit fest: Bis Ende Dezember 2026 läuft der erste Rückkaufabschnitt, die weiteren Tranchen folgen bis Ende 2028.

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