Lanxess: Gute Zahlen, schlechtes Timing

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess hatte in dieser Woche echtes Pech mit seinem Timing. Denn ausgerechnet am schlechtesten Börsentag der Woche präsentierte das Kölner Unternehmen seine Quartalsbilanz.

Da reichten nur einige Schwachpunkte, um die Aktie mit dem Gesamtmarkt deutlich in den Keller zu schicken. Dabei hatte das Unternehmen durchaus beachtliches zu präsentieren.

Besserer Ausblick

So konnte man in den vergangenen drei Monaten den operativen Gewinn auf Ebene EBITDA um 3,6 % auf 92 Millionen Euro steigern, besser als erwartet. Der Umsatz legte um fast 7 % zu und das Nettoergebnis, das im vergangenen Jahr durch hohe Sonderaufwendungen stark belastet war, sprang von 3 Millionen Euro auf 146 Millionen Euro hoch. Und auch im Ausblick bleibt Lanxess optimistisch. Auch wegen der Übernahme des US-Konkurrenten Chemtura und der Möglichkeit, höhere Verkaufspreise durchzusetzen, rechnet man nun mit einem Zuwachs beim operativen Ergebnis am oberen Rand der bislang geschätzten Bandbreite. Diese liegt bei 5-10 % Wachstum.

Was macht Lanxess zu schaffen?

Dennoch gab es einige offene Flanken. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die derzeitige Dollarschwäche, was das Geschäft belastet. Außerdem fürchten die Anleger um negative Einflüsse aus den geopolitischen Turbulenzen, insbesondere den Handelsstreitigkeiten.

Erholung voraus?

Das schlug in einem schwachen Marktumfeld natürlich kräftig ins Kontor und die Aktie von Lanxess sackte teilweise um mehr als 4 % nach unten. Allerdings hat sich zum Wochenschluss das Chartbild wieder leicht aufgehellt. Sollte es der Wert schaffen, die derzeit umkämpfte 50-Tage-Linie zum Wochenschluss noch zu überwinden, dürfte wohl auch in der Folgewoche mehr eine Erholung auf dem Programm stehen.

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