Lanxess präsentiert erneut höhere Ergebnisziele

Der Spezialchemiekonzern Lanxess liegt mitten in einer Neuausrichtung. Die ersten Erfolge sowie niedrigere Rohstoffkosten und der starke Dollar waren dafür verantwortlich, dass der Konzern bereits zum wiederholten Mal in diesem Jahr seine Prognose nach oben hin anpasste.

 

© Lanxess
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Bereits im Mai wurde die Erwartung für das bereinigte EBITDA von bis dahin in Aussicht gestellten 808 Mio. Euro auf 820 bis 860 Mio. Euro angehoben. Nun soll das EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 840 bis 880 Mio. Euro liegen.

 

Lösung für die Kautschuksparte in Sicht

Konzernchef Mathias Zachert sieht Lanxess auf einem guten Weg. Zuletzt waren immer wieder die Probleme in der Kautschuksparte ein Thema. Preisdruck und Überkapazitäten waren dabei die Hauptprobleme. Hier kommt der Konzern nun einer Lösung näher.

Erste Gespräche im Hinblick auf der Suche nach einem Partner für diese Sparte sollen bereits laufen. Das gesamte Kautschukgeschäft will Lanxess im Rahmen eines Carve-out-Prozesses in eine rechtlich eigenständige Geschäftseinheit innerhalb des Konzerns überführen.

Dies biete dann die Voraussetzung dafür, das Geschäft in eine Allianz einbringen zu können. In dieser sollen die Geschäftsbereiche Tire & Specialty Rubbers und High Performance Elastomers erfasst werden. Dabei geht es um insgesamt 20 Werke und ca. 3.700 Mitarbeiter.

 

Lanxess mit Umsatzwachstum in allen Bereichen

Im vergangenen Quartal erzielte Lanxess Erlöse von 2,1 Mrd. Euro, ein Plus von gut 4%. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA wurde um 13% auf 270 Mio. Euro gesteigert. Insgesamt stieg das Konzernergebnis von 55 Mio. Euro im Vorjahr auf 87 Mio. Euro.

Alle drei Geschäftsbereiche erzielten ein Umsatzwachstum. Die Sparte Performance Polymers verzeichnete einen Anstieg von 3,5% auf rund 1,1 Mrd. Euro. In der Sparte Advanced Intermediates ging es um 3% auf 468 Mio. Euro aufwärts und die Sparte Performance Chemicals trug mit einem Umsatzzuwachs von fast 7% auf 553 Mio. Euro ebenfalls einen erheblichen Anteil zum Gesamtwachstum bei.

 

Niedrigere Investitionsausgaben

Reduziert wurden die Investitionskosten. Nachdem man in Asien den Abschluss von großen Projekten vermelden konnte, sanken die Ausgaben für Investitionen im letzten Quartal um mehr als das Doppelte auf 73 Mio. Euro.

 

Setzt die Aktie ihren Trend fort?

Die Aktie von Lanxess liegt seit Monaten in einem Aufwärtstrend und konnte auch heute nach den Zahlen leicht um 1,68% zulegen. Damit rückt das Jahreshoch bei 56,50 Euro wieder ein Stück näher.

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Analysten der DZ-Bank AG bestätigten erst unlängst ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 60,00 Euro. Grundlage für diese Analyse waren die bestätigten Zahlen des Konzerns und die erhöhte Prognose, welche jedoch nicht völlig unerwartet auf den Markt traf.

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