Largo Aktie: Neues Jahrestief bei 0,53 Euro

Largo kämpft um Nasdaq-Notierung bei Rekordtief, während ein 125-Millionen-Dollar-Rüstungsvertrag die operative Basis stärkt.

Die Kernpunkte:
  • Aktie fällt auf neues Jahrestief
  • Nasdaq-Regelverstoß gefährdet Börsenplatz
  • 60-Millionen-Auftrag vom US-Militär
  • Fokus auf Vanadium-Flow-Batterien

Largo steht vor einer Zerreißprobe. Während der Kurs auf ein neues Jahrestief stürzt, meldet das Unternehmen operative Erfolge im US-Rüstungsgeschäft. Anleger schwanken zwischen der Sorge um den Börsenplatz und der Hoffnung auf langfristige Staatsverträge.

Kampf um den US-Handelsplatz

Die Zeit drängt für den Vanadium-Produzenten. Der Aktienkurs notiert seit längerer Zeit unter der Mindestanforderung der Technologiebörse Nasdaq. Das Management steht bereits in Kontakt mit der Börsenaufsicht, um die Einhaltung der Regeln wiederherzustellen.

Ein Ausschluss vom US-Handelsplatz würde die Liquidität massiv einschränken. Largo muss den Kurs stabilisieren, um den Verbleib im regulierten Markt zu sichern. Die Ungewissheit über die künftige Notierung lastet schwer auf der Stimmung.

Millionen-Deal mit dem Pentagon

Operativ zeigt das Unternehmen Stärke. Largo sicherte sich einen wichtigen Liefervertrag mit der U.S. Defense Logistics Agency Strategic Materials. Die Vereinbarung sieht die Versorgung mit hochreinem Vanadium-Pentaoxid bis zum Jahr 2030 vor.

Ein fester Abrufauftrag im Wert von rund 60 Millionen US-Dollar stützt die Bilanz. Das gesamte Volumen des Rahmenvertrags beläuft sich auf bis zu 125 Millionen US-Dollar. Dieser Pakt mit dem US-Militär garantiert Largo eine feste Abnahme in einem sonst volatilen Markt.

Fokus auf Energiespeicher

Neben dem Bergbau in der brasilianischen Maracás Menchen Mine investiert Largo in die Zukunft der Stromspeicherung. Über das Joint Venture Storion Energy entwickelt das Unternehmen Vanadium-Flow-Batterien. Diese Technik gilt als Schlüssel für industrielle Speicherlösungen.

Die strategische Aufstellung ist breit. Largo liefert Rohstoffe für die Stahlindustrie, die Luftfahrt und den Chemiesektor. Parallel dazu treibt die Firma die vertikale Integration voran.

Am Freitag verschärfte sich der Abwärtsdruck dennoch massiv. Die Aktie verlor über zehn Prozent an Wert und markierte bei 0,53 Euro ein neues Jahrestief. Ohne eine schnelle Lösung für das Nasdaq-Listing bleibt das millionenschwere Standbein im Rüstungsgeschäft vorerst zweitrangig.

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