Legal & General: Deloitte wird neuer Prüfer ab 2028

Der britische Finanzkonzern verschärft seine Dekarbonisierungsziele und treibt den Umbau des Konzerns mit milliardenschweren Investitionen voran.

Die Kernpunkte:
  • CO2-Reduktion im Kernportfolio um 45 Prozent
  • Milliardeninvestitionen in erneuerbare Energien
  • Vereinfachung des Geschäftsmodells durch Verkäufe
  • Rückkaufprogramm von über 5 Milliarden Pfund

Legal & General setzt beim Klimaschutz zum Endspurt an. Der britische Finanzriese hat seine Zwischenziele für die Dekarbonisierung geschärft und meldet deutliche Fortschritte bei der Emissionssenkung.

Bis zum Ende des Jahrzehnts will der Konzern die CO2-Intensität in seinem Kernportfolio um die Hälfte senken. Ende 2025 lag die Reduktion bereits bei 45 Prozent. Damit rückt das Ziel für die milliardenschweren Eigenanlagen in greifbare Nähe.

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Milliarden für grüne Sachwerte

Parallel zum Emissionsabbau schichtet das Unternehmen Kapital um. In erneuerbare Energien flossen bisher 1,7 Milliarden Pfund, während das Volumen grüner Anleihen bei 2,1 Milliarden Pfund liegt. Kleinere Summen entfallen auf naturbasierte Lösungen wie den Erhalt der Biodiversität.

Diese ökologische Neuausrichtung ist Teil eines größeren Konzernumbaus. Seit Juni 2024 trennte sich Legal & General von Randbereichen im Wert von 1,5 Milliarden Pfund. Die Kapitalquote profitiert davon und liegt pro forma bei starken 210 Prozent.

Der Konzernumbau zielt auf eine deutliche Vereinfachung des Geschäftsmodells ab. Durch die Konzentration auf die Kernbereiche Institutional Retirement und UK Retail will die Führungsebene die Effizienz steigern.

Prüferwechsel und Aktionärsrendite

Ab dem Geschäftsjahr 2028 plant das Management einen Wechsel beim Wirtschaftsprüfer zu Deloitte. Flankiert wird die neue Governance-Struktur von einem milliardenschweren Rückzahlungsprogramm. Bis 2027 sollen insgesamt mehr als 5 Milliarden Pfund an die Aktionäre fließen.

Die Börse quittiert den Kurs mit Wohlwollen: Die Aktie notiert bei 3,19 Euro nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von fast 76 deutet die technische Lage jedoch auf eine kurzfristige Überhitzung hin.

Am 31. Dezember 2027 endet das aktuelle Mandat des bisherigen Prüfers, bevor die neue Ära unter Deloitte beginnt. Bis dahin fokussiert sich der Vorstand auf die Kernsparten Altersvorsorge und Asset Management.

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