Legal & General: Scott Wheway neuer Vorsitzender

Legal & General treibt die Vereinfachung voran: Neuer Vorstandsvorsitz, steigende Kernerträge und ein milliardenschweres Rückkaufprogramm bis 2027.

Die Kernpunkte:
  • Scott Wheway wird neuer Aufsichtsratschef
  • Verkauf nicht-strategischer Vermögenswerte vorangetrieben
  • Kerngewinn je Aktie steigt um neun Prozent
  • Rückkaufprogramm von über fünf Milliarden Pfund geplant

Legal & General hat auf der Hauptversammlung den nächsten Schritt im Umbau der Gruppe sichtbar gemacht. Der Wechsel an der Spitze ist besiegelt, parallel dazu rückt die Vereinfachung des Geschäftsmodells weiter in den Mittelpunkt.

Scott Wheway übernimmt den Vorsitz von Sir John Kingman. Auch auf operativer Ebene gibt es Bewegung: Andrew Kail ist nun Group-CFO, Gareth Mee führt das Geschäft mit institutionellen Renten. Dazu kommt ein deutlicher Abbau von Nebenwerten. Seit Mitte 2024 hat die Gruppe rund 1,5 Milliarden Pfund an nicht-strategischen Vermögenswerten verkauft.

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Fokus auf Kerngeschäft

Das Management will Legal & General zu einem einfacheren und enger verzahnten Konzern formen. CEO Antonio Simões wies zugleich Spekulationen über einen möglichen Verkauf zurück und betonte den Kurs der Eigenständigkeit. Für den Markt ist das wichtig. Denn die Frage war zuletzt weniger, ob die Gruppe handeln kann, sondern wie konsequent sie den Umbau durchzieht.

Der Konzern zeigt dabei operative Fortschritte. Der Kernbetriebsertrag stieg im Geschäftsjahr 2025 um 6 Prozent auf 1,6 Milliarden Pfund. Der Kerngewinn je Aktie legte um 9 Prozent zu und erreichte damit die obere Grenze der Zielspanne.

Kapital bleibt stark

Auch auf der Bilanzseite steht Legal & General solide da. Der sogenannte Bestand an künftigen Gewinnen kletterte auf 13,3 Milliarden Pfund. Die pro-forma-Solvency-II-Quote lag Ende 2025 bei 210 Prozent, gestützt durch den Abschluss des Verkaufs des US-Absicherungsgeschäfts.

Genau diese Kapitalstärke bildet die Grundlage für die Ausschüttungspläne. Bis 2027 will die Gruppe mehr als 5 Milliarden Pfund über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückgeben. Die nächste Dividende soll im Juni fließen.

Aktie reagiert freundlich

An der Börse kam der Umbau zuletzt gut an. Die Aktie schloss am Freitag bei 3,11 Euro, über die vergangenen sieben Tage legte sie um 2,17 Prozent zu. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Plus von 7,84 Prozent zu Buche.

Der Titel bewegt sich damit klar über dem 50-Tage-Durchschnitt von 2,98 Euro und bleibt nahe dem Jahreshöchststand von 3,22 Euro. Der Relative-Stärke-Index liegt mit 73,9 bereits hoch, was auf einen überkauften kurzfristigen Zustand hindeutet.

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