Lenzing Aktie: Goldman schleicht sich an?
Goldman Sachs hält 4,01 Prozent an Lenzing; die Produktion in Heiligenkreuz soll bis Ende des ersten Quartals 2027 weiterlaufen.

- Goldman Sachs meldet 4,01 Prozent Beteiligung
- Kapitalerhöhung brachte rund 301,2 Millionen Euro
- Bezugsrechtsquote lag bei 99 Prozent
- Produktionsende in Heiligenkreuz für 2027 vorgesehen
Goldman Sachs hat bei Lenzing das Erreichen der Stimmrechtsschwelle von 4 % gemeldet. Wie am Freitag bekannt wurde, belief sich die Position am 20. Oktober auf insgesamt 4,01 %.
Dabei entfielen 2,59 % auf Stimmrechte aus Aktien und 1,43 % auf Instrumente. Die Meldung von Goldman Sachs erfasst somit sowohl unmittelbar gehaltene Aktien als auch eine über Instrumente bestehende Position.
Neue Aktien und Bezugsrechtsausübungen
Lenzing hatte vor gut einer Woche die Kapitalerhöhung abgeschlossen und damit einen Bruttoerlös von rund EUR 301,2 Mio. erzielt. Ausgegeben wurden 34.756.362 neue Aktien zu jeweils EUR 8,65.
Die Bezugsrechtsausübungsquote erreichte 99 %. Lenzing will den Erlös für die Strategie „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ sowie zur Stärkung der Kapitalstruktur verwenden. Am Freitag meldete die Wiener Börse eine Notierungsausdehnung um die neu ausgegebenen Aktien.
Zu den Beziehern gehörte die dem Lenzing-Aufsichtsrat nahestehende B&C KB Holding GmbH. Sie übte am Donnerstag Bezugsrechte aus. Auch die Oberbank bezog außerhalb eines Handelsplatzes Aktien durch Ausübung von Bezugsrechten; sie steht in enger Beziehung zu Aufsichtsratsmitglied Martin Seiter.
Daneben wurde am Freitag ein Aktienerwerb von Vorstandsmitglied Christian Skilich gemeldet. Sowohl bei diesem Kauf als auch bei den Bezugsrechtsausübungen der beiden Gesellschaften lag der Preis bei EUR 8,65 je Aktie.
Heiligenkreuz soll länger produzieren
Für den Standort Heiligenkreuz hat Lenzing einen späteren Produktionsstopp vorgesehen. Gegenüber der „Krone“ erklärte das Unternehmen am Donnerstag, die Produktion solle Ende des ersten Quartals 2027 eingestellt werden. Die Verlängerung solle einen reibungslosen Produktionstransfer und ausreichende Vorräte sicherstellen.
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