Lenzing Aktie: Werkverkauf mit Haken?

Die Faserfertigung soll bis Ende März 2027 mit voller Belegschaft weiterlaufen; das Syndikat hält 52,25 Prozent der Stimmrechte.

Die Kernpunkte:
  • Gebote für das Werk ab November
  • Produktion mit voller Belegschaft bis März 2027 geplant
  • Syndikat vereint 52,25 Prozent der Stimmrechte
  • Lenzing-Aktie am Freitag 2,5 Prozent schwächer

Beim Verkaufsprozess für das Lenzing-Werk Heiligenkreuz steht die nächste angekündigte Etappe an: Im November sollen die Angebotslegungen beginnen. Der Prozess läuft nach einem Medienbericht bereits, während die Faserproduktion an dem Standort bis Ende März 2027 mit voller Mannschaft fortgeführt werden soll. Die Lenzing-Aktie verlor am Freitag 2,5%.

Werkverkauf bei fortgesetzter Produktion

Über den vorgesehenen Ablauf in Heiligenkreuz berichtete die APA. Die geplante Fortführung der Produktion umfasst demnach ausdrücklich den Einsatz der vollen Mannschaft. Der Bericht nennt für die Angebotslegungen den November und für die weitere Faserproduktion einen Zeitraum bis Ende März 2027.

Am Freitag stand Lenzing in einem schwachen Wiener Handel unter Druck. Medienberichten zufolge gehörten auch AT&S, voestalpine, BAWAG und Raiffeisen zu den Verlierern. Einen konkreten gemeinsamen Auslöser für die Verluste dieser Unternehmen nennt der Bericht nicht.

Stimmrechte nach der Kapitalerhöhung

Zur Einordnung der Kapitalstruktur gehört die von Lenzing nach der abgeschlossenen Kapitalerhöhung veröffentlichte Gesamtzahl der Stimmrechte. Das Unternehmen meldete in seiner Pflichtmitteilung 73.374.542 Stimmrechte. Das Grundkapital bezifferte Lenzing auf EUR 76.204.702,90.

Die Änderung ist nach Angaben des Unternehmens seit dem 22. Oktober wirksam. Die Mitteilung bezieht sich damit auf den Stand nach der Kapitalerhöhung, nicht auf eine weitere angekündigte Kapitalmaßnahme.

In der veröffentlichten Aktionärsstruktur weist Lenzing für das Syndikat aus B&C-Gruppe und Suzano einen Anteil von rund 52,25 % der Stimmrechte aus. Suzano Holding erwarb nach Unternehmensangaben rund 0,80 % der Lenzing-Aktien. Für Goldman Sachs nennt Lenzing in der Aktionärsstruktur einen Anteil von 5,86 %. Damit hält das Syndikat weiterhin die Mehrheit der Stimmrechte.

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