Leonardo Aktie: Beachtliche Innovationskraft

Der italienische Rüstungs- und Technologiekonzern startet mit einem erfolgreichen Satellitenstart und einem Wechsel an der Spitze der US-Tochter DRS ins neue Jahr. Der starke operative Trend aus 2025 setzt sich fort.

Die Kernpunkte:
  • Erfolgreicher Start des dritten COSMO-SkyMed-Satelliten
  • Wechsel an der Führungsspitze von Leonardo DRS
  • US-Tochter verzeichnet anhaltendes Wachstum
  • Aktienkurs nach starkem 2025 bei rund 51 Euro

Leonardo startet mit Rückenwind ins neue Jahr. Ein erfolgreicher Satellitenstart in der Raumfahrt-Sparte und ein vollzogener Führungswechsel bei der US-Tochter Leonardo DRS markieren zwei wichtige Meilensteine. Für Anleger stellt sich die Frage, ob das starke operative Momentum nach dem Kursanstieg 2025 anhalten kann.

Dritter COSMO-SkyMed-2-Satellit im All

Am Freitag wurde der dritte Satellit der COSMO-SkyMed Second Generation (CSG) Konstellation von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien mit einer SpaceX-Falcon-9-Rakete ins All gebracht. Rund 59 Minuten nach der Abtrennung wurde das Signal im Telespazio-Kontrollzentrum im italienischen Fucino erfasst.

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Der Satellit stammt von Thales Alenia Space, einem Joint Venture von Thales (67 %) und Leonardo (33 %). Eigentümer sind die italienische Weltraumagentur ASI und das italienische Verteidigungsministerium. Den Betrieb im Orbit übernimmt Telespazio, ein weiteres Joint Venture, an dem Leonardo 67 % und Thales 33 % halten.

Leonardo liefert für das CSG-Programm unter anderem Systeme zur Lageregelung sowie Einheiten für Energiemanagement und -verteilung. Seit 2007 hat die COSMO-SkyMed-Konstellation rund 4,3 Millionen Aufnahmen erzeugt, die etwa für Umweltüberwachung, Sicherheit und Krisenmanagement genutzt werden.

Der jetzt gestartete Satellit soll die Kontinuität der Radardienste sichern und schrittweise das erste System ablösen. Die zweite Generation erweitert die Einsatzmöglichkeiten deutlich und setzt höhere Leistungsstandards für weltraumgestützte Radaraufklärung.

Bedeutung für Italiens Raumfahrtindustrie

Massimo Claudio Comparini, Chef der Raumfahrt-Sparte von Leonardo, bezeichnete jeden COSMO-SkyMed-Start als wichtigen Erfolg für das italienische Raumfahrtsystem und seine Zulieferkette. Erdbeobachtungsdaten seien ein strategisches Gut für Sicherheit und Nachhaltigkeit.

Für Leonardo unterstreicht der erfolgreiche Start die Rolle als zentraler Industriepartner im italienischen Raumfahrt-Ökosystem. Die Kombination aus Hardware-Kompetenz, Beteiligungen an Joint Ventures und operativer Verantwortung im Orbit stärkt die Position entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Führungswechsel bei Leonardo DRS

Zum 1. Januar hat John Baylouny den Posten des President und CEO bei Leonardo DRS übernommen. Er folgt auf William J. Lynn III, der nach 14 Jahren an der Spitze des in Arlington ansässigen Rüstungsunternehmens in den Ruhestand geht. Parallel wurde Frances Fragos Townsend zur Vorsitzenden des Verwaltungsrats ernannt.

Baylouny ist seit mehr als 35 Jahren im Unternehmen und war seit 2018 Chief Operating Officer, zuvor Chief Technology Officer. Unter Lynn wandelte sich Leonardo DRS zu einem technologiegetriebenen Anbieter mit bedeutenden Aufträgen, etwa für Antriebssysteme der Columbia-Klasse-U-Boote und führende Lösungen im Bereich Abwehr unbemannter Fluggeräte.

Wachstumskurs der US-Tochter

Leonardo hält rund 80,5 % an Leonardo DRS, das 2024 einen Umsatz von 3,2 Milliarden US-Dollar erwirtschaftete, nach 2,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023. Seit dem Börsencomeback 2022 nach der Fusion mit RADA Electronic Industries verzeichnet die US-Tochter durchgängig steigenden Auftragsbestand, Umsatz und Gewinn.

Der Führungswechsel erfolgt damit vor dem Hintergrund eines anhaltenden Wachstumskurses, getragen von einer starken Nachfrage nach Verteidigungs- und Hochtechnologie-Lösungen in den USA.

Marktumfeld und Kennzahlen

Leonardo-Aktien schlossen am Freitag bei 51,22 Euro an der Borsa Italiana. Für 2025 ergibt sich damit ein Kursanstieg von rund 90 %. Treiber waren vor allem höhere Verteidigungsausgaben in Europa nach geopolitischen Spannungen sowie eine robuste operative Entwicklung.

Im dritten Quartal 2025 hatte CEO Roberto Cingolani signalisiert, dass der Konzern seine Jahresziele übertreffen dürfte. In den ersten neun Monaten 2025 stiegen die Auftragseingänge um 23,4 % im Jahresvergleich, das EBITA legte um 18,9 % zu.

Wichtige Termine 2026

Der Finanzkalender für 2026 sieht mehrere zentrale Daten vor:

  • 24. Februar 2026: Vorstandssitzung zu vorläufigen Zahlen 2025
  • 11. März 2026: Entwurf des Jahresabschlusses 2025 und Aktualisierung des Industrieplans
  • 5. Mai 2026: Ergebnisse Q1 2026

Mit dem laufenden Ausbau der Raumfahrtaktivitäten, dem soliden Wachstum bei Leonardo DRS und den anstehenden Zahlen für 2025 stehen im ersten Halbjahr 2026 mehrere Nachrichten an, die den starken Kursverlauf aus 2025 fundamental untermauern oder relativieren können.

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