Leonardo Aktie: Deutsche Bank bremst

Die Deutsche Bank stuft Leonardo nach einer Rally von über 100 Prozent auf Hold herab und sieht kaum noch Bewertungsspielraum. Auch UBS bleibt skeptisch.

Die Kernpunkte:
  • Deutsche Bank senkt Rating von Buy auf Hold
  • Bewertung als zu hoch für weitere Kursgewinne
  • Trump-Effekt auf Verteidigungsaktien verpufft schnell
  • Bilanzvorlage Ende Februar als nächster Prüfstein

Die italienische Rüstungsschmiede Leonardo profitiert zwar weiter vom Trump-Boom im Verteidigungssektor – doch die Deutsche Bank zieht die Notbremse. Nach einer Rally von über 100 Prozent binnen Jahresfrist stufte Analyst Christophe Menard das Papier am 13. Januar von “Buy” auf “Hold” ab. Kursziel: 57 Euro. Die Begründung: Die Bewertung lässt kaum noch Spielraum nach oben.

Bewertung als Risiko

Menard macht deutlich, dass Leonardo trotz „vieler Versprechen und Chancen” kein Premium mehr verdient. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 28 bis 32, die Free-Cashflow-Rendite dümpelt bei mageren 2 Prozent. Zum Vergleich: Andere Verteidigungswerte handeln deutlich günstiger.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Leonardo?

Der Analyst sieht nun die Umsetzung im Fokus. Entscheidend wird sein, ob Leonardo die angekündigten strategischen Initiativen tatsächlich liefert – bislang seien diese „angedeutet, aber nicht konkretisiert”. Ohne greifbare Fortschritte fehlen Argumente für weiteren Optimismus.

Trump-Effekt verpufft schnell

Am 8. Januar hatte US-Präsident Donald Trump noch für Euphorie gesorgt: Ein Verteidigungsbudget von 1,5 Billionen Dollar für 2027 ließ die Branche aufhorchen. Leonardo legte zunächst 4 Prozent zu, schloss den Tag aber nur mit einem Plus von 2,7 Prozent. Die anfängliche Begeisterung war rasch verflogen.

Auch der Stoxx Europe Aerospace & Defense Index kletterte nur um 1,1 Prozent – ein Signal, dass der Markt die Ankündigung bereits eingepreist hatte.

UBS bleibt ebenfalls skeptisch

Einen Tag vor der Deutschen Bank hatte bereits UBS-Analyst Ian Douglas sein “Hold”-Rating bestätigt und ein Kursziel von 60 Euro ausgegeben. Beide Institute sehen die Aktie damit fair bewertet – weitere Kursfantasie fehlt vorerst.

Der Analystenkonsens zeigt sich gespalten: Von 18 bewertenden Häusern empfehlen zwar 10 den Kauf, doch 8 raten zum Halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 56,53 Euro – unterhalb des aktuellen Niveaus.

Zahlen am 24. Februar

Am 24. Februar 2026 legt der Vorstand die Bilanz für 2025 vor. Der Auftragsbestand lag Ende September bei 47,3 Milliarden Euro, das Book-to-Bill-Verhältnis bei soliden 1,4. Ob diese Kennzahlen ausreichen, um die skeptischen Analysten zu überzeugen, wird sich dann zeigen. Die Messlatte liegt hoch: Der Markt erwartet für 2026 einen Gewinn je Aktie von 2,25 Euro.

Leonardo-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Leonardo-Analyse vom 14. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Leonardo-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Leonardo-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Leonardo: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...