Leonardo Aktie: EBITA springt um ein Drittel auf 281 Millionen
Leonardo übertrifft Erwartungen im ersten Quartal, während der Aktienkurs nachgibt. Neuer CEO Mariani steht vor strategischen Herausforderungen.

- Auftragseingang steigt um 31 Prozent
- Operatives Ergebnis wächst um ein Drittel
- Neuer CEO Lorenzo Mariani übernimmt Führung
- Hensoldt-Beteiligung bleibt schwieriges Thema
Starke Geschäftszahlen, neues Management und ein Aktienkurs, der nachgibt – bei Leonardo klaffen operative Entwicklung und Börsenstimmung auseinander. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie des italienischen Rüstungs- und Luftfahrtkonzerns rund fünf Prozent, auf Monatssicht sogar 16 Prozent. Mit 48,77 Euro notiert sie deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt.
Überraschend starkes Quartal
Dabei meldete Leonardo für das erste Quartal 2026 kräftige Zuwächse. Die Aufträge stiegen um 31 Prozent auf neun Milliarden Euro. Parallel dazu wuchs der Umsatz um sieben Prozent auf 4,4 Milliarden Euro.
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Das operative Ergebnis (EBITA) kletterte um ein Drittel auf 281 Millionen Euro. Der Free Operating Cashflow verbesserte sich um 29 Prozent – trotz saisonal üblicher Mittelabflüsse. Diese Zahlen übertrafen die Erwartungen und nähren die Hoffnung auf eine angehobene Prognose für das Gesamtjahr.
Neues Team, alte Baustellen
Seit Kurzem führt Lorenzo Mariani den Konzern. Der langjährige interne Manager steht für Kontinuität. Gemeinsam mit Co-Geschäftsführer Gian Piero Cutillo soll er die industriellen und technologischen Wachstumsziele umsetzen. Zu den ersten Aufgaben zählt die Überprüfung der Prognose für 2026. Hinzu kommt die Integration des Militärfahrzeug-Herstellers Iveco Defence, den Leonardo für 1,7 Milliarden Euro übernommen hat.
Die 22,8-Prozent-Beteiligung an Hensoldt bleibt ein schwieriges Kapitel. Der Plan, die Kontrolle über den deutschen Elektronikspezialisten zu erlangen, hat sich durch verstärkte Eingriffe der Bundesregierung verkompliziert. Das Management muss nun den Wert dieser Beteiligung sichern.
Auch das geplante Raumfahrt-Joint-Venture Bromo mit Airbus und Thales wird nicht vor 2027 abgeschlossen. Die regulatorischen und industriellen Hürden sind hoch. Zudem sucht Leonardo weiterhin einen Industriepartner für die Aerostructures-Sparte – Verhandlungen mit einem möglichen Investor aus Saudi-Arabien laufen, ein Zeitplan steht jedoch nicht fest.
Das Management um CEO Mariani muss nun liefern. Die Anhebung der Jahresziele wäre ein erstes Signal. Ebenso wichtig sind klare Fortschritte bei den zentralen strategischen Projekten – von der Hensoldt-Beteiligung bis zur Partnersuche für die Aerostructures.
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